Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Nochmal Milchstau (14. und 16.9.)

Frage: Nochmal Milchstau (14. und 16.9.)

Mitglied inaktiv

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Hallo, ich war jetzt mal bei meiner Frauenärztin und bin ziemlich enttäuscht. Sie hat mich überhaupt nicht ernst genommen und fand es überhaupt nicht gut, dass ich meine Tochter mit über 2 1/2 Jahren noch stille. Sie meinte, ich solle doch jetzt ziemlich bald abstillen, das wäre sonst nicht gut für mich und das Kind (warum nicht, konnte sie natürlich nicht näher bezeichnen- es wäre für mich halt "zu anstrengend" und meine Tochter müsste jetzt doch mal diesen längst überfälligen Entwicklunggschritt machen). Dass ich meine Tohter fast immer anlege, wenn sie will, auch wenn sie nur nuckelt, und das durchaus auch 10 mal am Tag, war ja dann noch schlimmer. Und wenn da irgendwo was verhärtet ist, müsse ich mich ja nicht wundern, da ich nicht darauf achte, dass jede Brust regelmäßig leer getrunken wird....sondern immer nach Lust und Laune anlege. Meinen Hinweis, dass ich schon insgesamt über 6 Jahre meine Kinder so stille, hat sie natürlich ignoriert. Meine letztendliche Frage, warum denn jetzt die Haut am Warzenhof dicker ist, weh tut und es darunter deutlich knotiger ist als auf der anderen Seite, beantwortete sie dann recht barsch wörtlich mit: "Das ist bei Ihnen eben so". Dann hat sie mir noch eine Hamamelissalbe aufgeschrieben, nach Kühlen, Wärme etc. habe ich mich schon gar nicht mehr getraut, zu fragen. Trotzdem wollte sie in 2 Wochen nochmal kontrollieren. Langzeitstillen könnte so schön sein, wenn man nicht immer Angst davor haben müsste, dass das bei "offiziellen Stellen" (besonders Ärzten), rauskommt. Als meine Tochter ein Baby war, hatte jeder Arzt Verständnis, wenn ich nach einem stillverträglichen Medikament gefragt habe. Jetzt machen die meisten sich diese Mühe nicht mehr (Ihre Tochter braucht das ja nicht mehr, so ein Unsinn, ....). Ich habe immer Angst, dass ich ein Medikament brauche und habe echt schon überlegt, ob ich das Alter meiner Tochter um 2 Jahre nach unten korrigieren soll, wenn gefragt wird. Im günstigsten Fall wird man belächelt, im schlimmsten als unverantwortlich hingestellt. Das nervt mich echt dermaßen- es müsste noch viel mehr Aufklärung betrieben werden. Zum Glück tut das Stillen jetzt nicht unerträglich weh, nach dem ersten, recht heftigen Schmerz wird es schnell besser, ich kann es also aushalten. Ich hoffe, es gibt sich bald von allein..... Viele Grüße, Emmi (die sich trotz allem das Stillen nicht vermiesen lassen will!!!).


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Liebe Emmi, ach, es tut mir so leid, dass du diesen Frust hast mitmachen müssen. Und du hast Recht: Es könnte so einfach sein, wenn einfach respektiert würde, dass eine Stillbeziehung auch länger als 6 Monate läuft. Noch immer gibt es da viel zu viele Vorurteile. Mach dir aber keine Sorgen wg. der Medikamente. Die Embryotox in Berlin berät da sehr kompetent und meines Wissens ohne "Altersgrenze". Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast... und trotz aller Kritiken nicht stillmüde wirst. Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Ja, vielen Dank, ein wenig Aufmunterung tut gut. Embryotox kenne ich und habe da schon mehrmals recherchiert, wenn Ärzte mal wieder meinten, dass ich ein Medikament nicht nehmen dürfte. Leider ist es auch hier so, dass die meisten Ärzte gar keine Lust haben, selbst da mal nachzufragen und teilweise auch stur nach dem Beipackzettel gehen, in dem ja meist vom Stillen abgeraten wird. Auch der Zahnarzt sagt jedesmal, ich solle die Milch abpumpen, dabei sind die Lokalanästhetika, die er verwendet, ganz unproblematisch. Zum Glück bin ich wenigstens Tierärztin, so dass mich die Ärzte dann schon mal eher ernst nehmen, wenn ich ein bestimmtes Medikament haben will.....


Mitglied inaktiv

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denn in den Beipackzetteln wird immer stehen, dass die Milch verworfen werden soll. Die pharmakonzerne sichern sich da 1000%ig ab! Ich hatte gerade aktuell einen Milchstau und auch so eine "krampfige" Warze mit dahinterliegenden Knoten. Ich kann Dir Umschläge mit Retterspitz empfehlen (2Stunden drauflassen), zusätzlich habe ich Magnesium genommen. Vor dem Stillen/Ausstreichen feuchtwarme Umschläge, zwischendrin kühlen und gegen die Sprüche empfehle ein dickes Fell :-) Mir hat der Arzt (allerdings Allgemeinmed. da meine FÄ keine Sprechstunde hatte) ungefragt ein Rezept mit Abstilltabletten ausgestellt. Und mich völlig entgeistert angeschaut, als ich das nicht wollte. Dabei ist mein Kleiner erst 16 Monate alt. Der Arzt meinte, es wäre nicht normal! Da wurde ich dann unhöflich und fragte, ob er denn nicht mal seiner Weiterbildungspflicht nachkommen wöllte und ich ihm die WHO-Empfehlungen zukommen lassen soll. Die befürwortet ausdrücklich für alle Kinder eine Stilldauer bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus solange Mutter und Kind dies wollen (ich kann den Satz schon im Schlaf, so oft bete ich ihn runter). LG Jana und DANKE, Ihr beiden für Euer wirklich hilfreiches, mutmachendes, unterstützendes und seelenstreichelndes Forum!


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