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Hallo Biggi, übers Wochenende habe ich einen Milchstau bekommen. Da der Oliver schon ein paar Zähnchen hat, hat er nicht immer vorsichtig getrunken. Aber es war auch keine böse Absicht von ihm. Irgend wann wurde seit gestern Abend meine Brust immer dicker und Knoten kamen hinzu. Bin gleich heute morgen beim Frauenarzt gewesen. Sie sagte, daß es ein Milchstau ist. Eigentlich dachte ich, es gäbe was zum Einnehmen für den Milchstau. So viel ich weiß, habe ich immer wieder versucht die Milch auszustreichen und die ganze Nacht meine Brust gekühlt. Statt dessen sagte die Arztin, ich soll sofort aufhören mit dem Stillen und verschrieb mir die Tabletten "Pravidel" zum Abstillen. Ich bin eigentlich hergekommen, weil meine Brust so weh tat und nicht wegen abstillen. Nun war ich mir heute etwas unsicher und spielte mit dem Gedanken abzustillen. Von über all hört man, was du stillst noch. Aber heute Abend geht es mir wieder besser. ich habe Oliver an der Brust trinken lassen. Und es wird schon wieder besser. Was kann man noch tun, außer die Milch ausstreichen und abkühlen? Ich fragte noch die Ärztin, ob es nicht doch homeophatische Mittel zum Abstillen gibt. Ich weiß, daß es Mittel gibt. Habe ja selber eins daheim. Sie sagte "Nein".Was meinst du zu der Ärztin? Sie ist eigentlich sehr nett. Nur auf diesem Gebiet fand ich sie etwas komisch oder? Macht es dem Oliver nichts aus, trotz Milchstau zu stillen. Meine andere Brust ist ganz leer. Heute Nacht hat er fast durch geschlafen und wollte nichts trinken, als ob er merkte, daß nichts kommt. Olver wird im Juni zwei Jahre alt. Entschuldige, daß es so lange geworden ist. Vielen Dank. Viele Grüße von Sandra mit Oliver
? Liebe Sandra, gerade bei einem Milchstau oder auch einer Brustentzündung ist Weiterstillen Mittel der Wahl, da es die Heilung beschleunigt. Sollte eine Frau abstillen wollen, dann ist es durchaus überlegenswert, das Abstillen erst dann anzugehen, wenn die akuten Symptome überwunden sind und dann langsam und geplant abstillen. Bromocriptin, der Inhaltsstoff dieses Präparates, ist wirklich absoluten Ausnahmesituationen vorbehalten und sollte auch dann nur angewandt werden, wenn andere Vorgehensweisen nicht funktionieren. Keinesfalls sollte die Frau dann auch alleine sein, da es zu starken Kreislaufproblemen kommen kann. Zudem ist die Wirkung dieser Präparate nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode nicht erwiesen (wohl aber die Nebenwirkungen). Zitat aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage: „Zum Abstillen ist vor allem Bromocriptin eingesetzt worden. Angesichts möglicher Risiken für die Mutter soll es nicht mehr routinemäßig zu diesem Zweck genommen werden (Arzneimittelkommission 1989). die amerikanische Food und Drug Administration (FDA) hat aufgrund der mütterlichen Risiken die Zulassung für Bromocriptin zum Abstillen zurückgezogen (Herings 1995). Statt dessen sollen physikalische Maßnahmen wie gut sitzende unterstützende Bekleidung sowie Kühlung und Entleerung bis zur Erleichterung den Vorzug gegenüber Ergotaminderivaten erhalten. Bei Mastitis ist Bettruhe, häufiges Enleeren mit Wärmeanwendung vorher und Kälte nachher sowie ggf. antibiotische Therapie zu empfehlen. Hochbinden der Brust wird wegen der Gefahr eines Milchstaus nicht mehr empfohlen." Selbstverständlich kann das Abstillen auch durch Naturheilmittel oder homöopathische Mittel unterstützt werden. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten von Fieber und Schüttelfrost oder grippeähnlichen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Und nochmals: Wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
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das Mittel, das Du wahrscheinlich meinst, heisst "mercurialis perennis" und ist von Weleda. STinkt gräßlich, hilft aber wunderbar! Ulrike, auch grad einen Milchstau wegen Zähnen hinter sich habend!
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Hallo Sandra, ich bin auch Stillberaterin und Mutter von drei Kindern. Ich möchte Dir den unbedingten Rat geben, auf keinen Fall jetzt mit dem Stillen aufzuhören. Du solltest Deinen Sohn so oft wie möglich anlegen und zwar so, das er genau dort saugt, wo Du die Verhärtungen hast. Außerdem kannst Du es mit Quarkumschlägen versuchen. Zum Thema Homöopathie möchte ich Dir dringend Raten dieses mit einem erfahrenen Homöopathen zu besprechen. Ich benutze selber homöopathische Mittel, aber gerade während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit muß man auch damit besonders vorsichtig sein. Falls Du meinst, das Du alleine nicht weiter kommst, dann wende Dich doch einfach noch mal an Deine Hebamme oder versuche eine Stillberaterin in Deiner Nähe zu finden. Beide können Dir bestimmt noch andere Stillpositionen zeigen oder so. Alles liebe, Nicole
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Hallo! Bei mir hat ein hormonhaltiges Nasenspray einmal sehr gut geholfen, als ich mit Ausstreichen, Kühlen und homöopathischen Globuli nicht mehr weiter kam. Es heißt Synthocinon-Spray und ist verschreibungspflichtig. Das Hormon unterstützt den Milchspendereflex und dadurch kann die Milch gut abfließen. Ist vielleicht wenn gar nichts mehr geht eine Möglichkeit; auf jeden Fall viel besser als Abstillen, wenn man das noch gar nicht möchte. Ich hoffe dir geht es bald besser, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, daß ein Milchstau sehr unangenehm sein kann.
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Als ich einen Milchstau hatte, riet mir mein Hebamme, dass ich mein Kind so oft wie möglich anlegen soll. Immer zuerst die schmerzende Brust stillen und lieber mal nuckeln lassen; jeder tropfen Milch, der abgeht ist goldwert. Und dann habe ich sehr viel mit den weichen Kühlelementen gekühlt. Zu deiner Frauenärztin: ich glaube, dass sie nicht so Bescheid darüber weiß. Wenn etwas mit dem Stillen ist, würde ich als erste immer die Hebamme zu Rate ziehen, die haben mehr mit so etwas zu tun. Abstillen würde ich wegen dem auch nicht. Gruß Blondie
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Hatte auch einen Milchstau, der sich zur Brustentzündung verschlimmerte. Mein Frauenarzt hat's mit Homöopathie in den Griff gekriegt und mir aogar vom Abstillen abgeraten. Es ging sogar ganz prima. Ein Tipp noch (hat mir super geholfen): Such Dir Unterstützung, damit Du Ruhe bekommst, die hilft nämlich. Ich bin für 5 Tage zu meinen Eltern gezogen und konnte mir Bettruhe gönnen.
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Noch ein Tipp: Leg das Kind so oft wie möglich an, meinem hat's nix ausgemacht, auch mit der Entzündung nicht. Mein Frauenarzt hat mir geraten, nach dem Stillen kühlen, um die Produktion zu reduzieren, vor dem Stillen wärmen, um den Milchfluß anzukurbeln.
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Hallo, vielen Dank für eure netten Ratschläge und Tipps. Nach zwei Tagen ging es mir zum Glück wieder ganz gut. Ich brauchte auch nicht mehr viel machen, meine Brust ist wieder in Ordnung. Das war wirklich unangenehm. Ich wünsche euch alle ein schönes Osterfest. Viele Grüße von Sandra mit Oliver
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