Olivia81
Hi ihr beiden, Kristina meinte, frau hätte immer genug Milch, um das Baby satt zu bekommen. Mir ist auch klar, dass die Milch vorwiegend BEIM Stillen gebildet wird, und dass es bei jungen Babys oft ab dem Nachmittag zu dieser Cluster-Feeding-Phase kommt (wie lange geht das eigentlich? - meine Tochter ist jetzt 12 Wochen alt). Also habe ich das morgendliche Pumpen des "Überschusses" nach dem Stillen mal gelassen... Der Abend verlief so: Ich habe sie ~15 Minuten pro Seite gestillt , dann war sie ~15 Minuten ruhig & kam dann wieder mit Hunger. Habe sie wieder angelegt, da war sie schon wesentlich unruhiger beim Trinken und zog wie wild an der BW, ließ sie immer wieder los.. habe sie immer wieder angelegt, aber da kam einfach nix mehr. Daraufhin gab ich ihr abgepumpte Milch und sie war zufrieden. Meine Stillberaterin sagt, dass abends weniger Milch produziert wird, weil frau vom Tag ausgelaugt ist. Ich soll den Brüsten abends mal 2h Stillpause gönnen, damit gleich Milch da ist, wenn das Baby andockt. Sie meinte auch, dass dieses Dauerstillen nichts bringt außer einem genervten ggf. erschöpften Baby. Ihr seid ja da ganz anderer Meinung... Ich denke nicht, dass meine Tochter auf Grund der Reize & Erlebnisse des Tages unruhig trinkt, da ich meinen Brüsten tatsächlich mal 2.5h Stillpause gegönnt habe und ihr die morgens abgepumpte Milch per Flasche gab, um sie dann später wieder an der Brust zu stillen. Da trank sie dann ganz ruhig, genauso wie am Morgen... Was meint ihr dazu? Zum Abpumpen: kann es sein, dass man durch vermehrtes Abpumpen nach dem Stillen (ich pumpe auch weiter, wenn nichts mehr kommt) die Milchmenge reduziert? Wenn ich nur morgens abpumpe, habe ich in etwa die Menge, die ich abends brauche, um die Kleine satt zu bekommen. Pumpe ich jedoch mehrmals bis zum Abend hin ab, muss ich ihr schon viel früher die abgepumpte Milch geben und abends mit Pre aufstocken.. Gibt es eine ideale Zeit um abzupumpen? Nachts ist doch das Hormonhoch, und da schläft die Kleine - wäre es daher geschickt in der Nacht abzupumpen? Ihr habt auch mal geschrieben, dass nicht jede Pumpe zu jeder Frau "passt" und man das Pumpen erst erlernen muss...letzteres wurde mir gezeigt, aber könnte es sein, dass meine Medela Symphony mit Doppelpump-Set nicht zu mir passt?? LG Oli
Liebe Oli, eine Kollegin von mir hat einen Artikel zum Thema Mindestabstand veröffentlicht, den ich dir hier anhänge. Es kann auch sein, dass dein Baby einfach nicht mit dem Wechsel von Brust und Flasche zurecht kommt. Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Es ist daher wichtig, dass Du deine Milch bereits vor dem Anlegen zum Fließen bringst. Versuche, den Milchspendereflex durch Ausstreichen, Brustmassage und Wärmeanwendung oder eventuell mit einer Pumpe auszulösen ehe Du dein Baby anlegst. Nein, deine Milch wird nicht weniger, wenn Du abpumpst. Ich würde die abgepumpte Milch einmal mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten (Becher, Löffel) und auf Flaschen und Schnuller verzichten, oft ist das wirklich die Lösung! DEN idealen Zeitpunkt für das Abpumpen für jede Frau gibt es nicht. Du musst einfach ausprobieren, wann es bei dir am besten geht. Manche Frauen pumpen unmittelbar nach dem Stillen noch etwas ab, andere etwa in der Mitte zwischen zwei Stillzeiten oder aber auch während des Stillens an der anderen Seite. Der Schlüssel zum erfolgreichen Abpumpen ist das Auslösen des Milchspendereflexes. Um den Milchspendereflex anzuregen hilft es, wenn die Frau sich in eine angenehme Umgebung zurückziehen kann, in der sie so wenig wie möglich gestört wird und sich entspannen kann. Das Einhalten eines Rituals beim Abpumpen und Konzentration auf das Baby (vor einem Foto des Babys oder neben dem Kind abpumpen) tragen dazu bei, den Milchspendereflex auszulösen. Wärmeanwendungen und Massage der Brust stimulieren den Milchspendereflex ebenfalls. Es hat sich bewährt, nach dem Schema 7 Minuten pumpen unterbrechen zum Massieren der Brust 5 Minuten pumpen massieren der Brust 3 Minuten pumpen, vorzugehen. Eine Brustmassage kann auch dazu beitragen den Fettgehalt der abgepumpten Milch erhöhen. Nach Möglichkeit solltest Du keine zu großen Mengen auf einmal abpumpen, um nicht zu sehr in das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage einzugreifen. Mengen zwischen 30 und 50 ml zwei oder drei Mal täglich ergeben recht rasch einen stattlichen Vorrat. Muttermilch, die über einen Zeitraum von 24 Stunden abgepumpt wird, kann gesammelt und dann zusammen eingefroren werden, vorausgesetzt die einzelnen Portionen wurden bei Temperaturen zwischen 0 und 15 °C aufbewahrt. Du musst auch wirklich keine Sorge haben, dass Du deinem Kind durch das Pumpen etwas wegnimmst. LLLiebe Grüße Biggi Woher kommt der Mythos vom "Mindestabstand" ? Von Denise Both, IBCLC \\plain"Sie dürfen nicht so oft anlegen, dann hat die Brust ja keine Zeit, sich wieder zu füllen." \\plain"Zwischen zwei Stillzeiten MUSS ein Abstand vom mindestens zwei Stunden liegen sonst bekommt das Kind Bauchschmerzen" \\plain"Frische Milch darf sich nicht mit bereits angedauter Milch vermischen, deshalb dürfen Babys frühesten nach zwei Stunden wieder angelegt werden" Wohl jede Stillberaterin ist schon mit diesen Aussagen konfrontiert worden. KinderärztInnen, Hebammen und auch wohlmeinende Mitmenschen kommen immer wieder damit. Ist ein Mindestabstand wirklich notwendig oder sinnvoll? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares NEIN. Ein Baby sollte nach Bedarf gestillt werden. Alle Stillexperten sind sich einig, dass Stillen nach Bedarf für Mutter und Kind am Besten ist. So wird sichergestellt, dass das Baby die Nahrung, die es braucht, genau dann bekommt, wenn es sie braucht und sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen kann. Es ist nicht sinnvoll, den Abstand zwischen den Stillzeiten lange zu halten "damit sich mehr Milch ansammelt", denn die Brust funktioniert nicht wie eine Flasche, die wieder aufgefüllt werden muss. Der größte Teil der Milch wird während des Stillens gebildet. Ebenso ist es ein Ammenmärchen, dass ein Baby einen Mindestabstand zwischen zwei Stillzeiten einhalten müsse, um zu verhindern, dass frische Milch auf angedaute Milch kommt. Im Extremfall kann das "Hinhalten" des Babys zu Gedeihstörungen führen. Es gibt keinen Beweis, für die "Frische Milch auf halbverdaute Milch Theorie", die besagt, dass zwischen zwei Stillmahlzeiten ein Mindestabstand von zwei Stunden eingehalten werden müsste, weil das Baby sonst Bauchschmerzen bekäme. Doch woher kommt diese Meinung? Die Vorstellung, dass der Magen zwischen zwei Mahlzeiten vollständig geleert werden müsse, geht wahrscheinlich auf den Kinderarzt Prof. Adalbert Czerny (1863 - 1941) zurück, vor allem auf das, was er in seiner 1893 erschienen Veröffentlichung "Die Ernährung des Säuglings auf Grundlagen der physiologischen Funktionen des Magens" und seinem 1922 veröffentlichten Buch "Der Arzt als Erzieher des Kindes" geschrieben hat. Czerny hielt es einerseits für absolut notwendig feste Abstände zwischen den Stillmahlzeiten einzuhalten, damit sich zwischen den Mahlzeiten der Magen komplett entleert und sich die Magensäure (Salzsäure) ansammeln und antiseptisch wirken kann und andererseits maß er dem streng einzuhaltenden Stillrhythmus einen hohen erzieherischen Wert bei. Nach seinen Beobachtungen entwickelten sich mit künstlicher Säuglingsnahrung (zur damaligen Zeit überwiegend Kuhmilch) gefütterte Babys besser, wenn zwischen den Mahlzeiten ein Abstand von vier Stunden eingehalten wurde. Daraus schloss er, dass es auch für gestillte Kinder besser sei, einen Mindestabstand und festen Rhythmus einzuhalten. Nachdem er festgestellt hatte, dass Muttermilch nach eineinhalb bis zwei Stunden den Magen vollständig verlassen hatte und Kuhmilch nach drei Stunden, legte er die Abstände der Mahlzeiten für gestillte Kinder auf mindestens drei Stunden, für kuhmilchgefütterte Kinder auf mindestens vier Stunden fest. Es wurde - wie so oft - einfach eine Vorgehensweise, die für nicht gestillte Kinder sinnvoll sein konnte, auf gestillte Kinder übertragen und bis heute hält sich die Vorstellung von dem Mindestabstand in vielen Köpfen, zum Leidwesen vieler junger Mütter und ihrer Babys.
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