Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, Kennst Du vielleicht das Problem ? Schon seit langem will mein Sohn (12 Monate) lieber aus der rechten Brust trinken, als aus der linken Brust, zeitweilig hatte ich einen deftigen Grössenunterschied, ist jetzt aber wieder o.k.. Aber wenn ich ihn an die linke Brust ansetze, weint er oft, setze ich ihn rechts an, nuckelt er zufrieden weiter. Es kommt aber noch Milch aus der linken Seite wenn ich an der Brustwarze drücke. Gibt es einen "einseitigen Stillstreik" ? Was kann/sollte/muss man machen ? Muss man überhaupt was machen ? Hat es Konsequenzen für's Weiterstillen bzw. die Milchproduktion ? Danke für Deine Antwort
Liebe Elke, fast bei jeder Frau gibt es mehr oder wenige deutlich ausgeprägte Unterschiede zwischen beiden Brüsten. Es gibt z.B. Frauen, die auf einer Seite eine Hohlwarze und auf der anderen Seite eine normal ausgebildete Brustwarze haben. Und beinahe jede Frau bemerkt, dass eine Brust besser "läuft" als die andere. Die meisten Babys haben eine "Lieblingsbrust". Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Manchmal geht die Bevorzugung durch die Babys jedoch so weit wie bei deinem Sohn dass sie nur noch an einer Seite trinken. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird dann mehr und nimmt auf der anderen Seite ab. Das ist im allgemeinen kein großes Problem, denn es ist durchaus möglich ein Baby mit nur einer Brust zu ernähren. Es dauert allerdings einige Zeit, bis sich die erforderliche Milchmenge durch häufigeres Anlegen an der bevorzugten Seite eingependelt hat vielfach sind beim einseitigen Stillen zumindest anfangs die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten auch kürzer. Der in diesem Fall entstehende Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten gleicht sich nach dem Abstillen wieder aus. LLLiebe Grüße Biggi
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