Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, es heißt zwar immer, Stillkinder könne man nicht überfüttern, aber ich hätte gern mal gewusst, ob es eine obere Grenze gibt, wieviel ein Baby zunehmen sollte. Mein Sohn Christopher kam am 28.11.2004 mit einem Gewicht von 2840g zur Welt und nahm dann erst einmal ein wenig ab (bis auf 2700g). Bei der gestrigen U3 wog er 4200g. Das heisst, er hat in fünf Wochen 1500g zugenommen, also 300g pro Woche. Ich erinnere mich mal gelesen zu haben, dass im ersten Lebensmonat ca. 200g pro Woche normal seinen und es danach eher weniger wird. Chris war zwar bei der Geburt eher ein Leichtgewicht und hatte etwas nachzuholen, aber ich frage mich nun, ob die Gewichtszunahme noch im Rahmen liegt. Liebe Grüße Ines
Mitglied inaktiv
Liebe Ines, ja, sie liegt im Rahmen - absolut! Es ist selbstverständlich nicht so, dass alle voll gestillten Babys gleich aussehen und es gibt durchaus auch schwerere Stillkinder. Ein Stillkind mag in den ersten Monaten überdurchschnittlich zunehmen und wie ein kleiner Buddha aussehen, langfristig ist es jedoch so, dass dieses Kind ein verringertes Risiko für Übergewicht hat. Das Fett, das sich zunächst eventuell ansammelt, wird aufgebraucht, sobald das Kind mobiler ist und das Kind wird von alleine "schlank". Im Gegensatz zur (industriell) stark weiterverarbeiteten Nahrung enthält Muttermilch keine leeren Kalorien. Es gibt keinen Beweis dafür, dass ein gestilltes Kind, das rasch zunimmt, als Erwachsener Gewichtsprobleme haben wird. Im Gegenteil es gibt mehrere Untersuchungen, die zeigen, dass Stillen eindeutig vor Übergewicht schützt und dass dieser Schutz nicht nur im Kindesalter sondern auch beim Erwachsenen anhält. Das Fett, das sich in der relativ passiven Phase vor dem Krabbelalter möglicherweise ansammelt, stellt einen Vorrat für die sehr aktive Phase dar, in der das quirlige Krabbelkind keine Zeit zum Essen haben will. Im Alter von ein bis zwei Jahren werden die Kinder, die schnell zugenommen haben, gewöhnlich von alleine schlanker. Es ist gefährlich, das Wachstum des Babys dadurch einzuschränken, dass man das Baby auf Diät setzt. Ein kleines Kind braucht Nahrung, um alle Arten von Zellen zu bilden, Hirn?und Nervenzellen ebenso wie Fettzellen. Genau wie beim Erwachsenen variiert der kindliche Nahrungsbedarf von einem Baby zum anderen. Eingeschränktes Stillen liegt nicht im Interesse des Kindes. Sie können und sollen Chris weiterhin nach Bedarf stillen! LLLiebe Grüße Biggi
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