Mitglied inaktiv
Hallo, ich muss jetzt doch mal hier fragen, denn meine Hebamme ist nicht für mich da :-(. Sie meinte wenn ich abstille, soll ich sie anrufen und sie würde es mir erklären, aber trotz mehrmaligen anrufen und auf die Mailbox sprechen, hat sie sich bis heute nicht gemeldet. Nun meine frage, ich habe ganz langsam angefangen mit dem abstillen, seit 4 Tagen bekommt meine kleine die Brust gar nicht mehr. Meine Brüste sind weich und nicht heiß, aber sie haben ein paar Knoten, die schmerzen, wenn man dagegen kommt. Nun hatte man mir gesagt, ich solle Quarkwickel machen, also mache ich seit 2 Tagen 2 mal am Tag Quarkwickel und kühle so zwischen durch meine Brüste, trinke nur Salbei und Pfefferminztee! Was kann ich noch machen? Oder ist das alles soweit ok und es braucht halt seine Zeit??? Habe 4 Monate voll gestillt und das abstillen hat ungefähr 4 Wochen gedauert! Vielen dank schonmal für ihre antwort!!! Liebe grüße Leelouh
Liebe Leelouh, nach dem Abstillen wird noch einige Zeit (Wochen bis Monate) Milch gebildet . Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Geweberesorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht "schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekommst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Naturheilkundliche Mittel wie Salbeitee können ebenfalls helfen. Keinesfalls solltest Du jetzt jedoch "literweise" Salbeitee trinken, zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt sind normalerweise sinnvoll. Pfefferminztee hat ebenfalls eine milchreduzierende Wirkung und schmeckt nicht so scheußlich wie Salbeitee. Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße, Biggi
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