Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Brustschmerzen und Milchmenge

Frage: Brustschmerzen und Milchmenge

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi! ich bin neu hier habe zwei Kinder:Michelle(2Jahre)und Josephine(11 Wochen) Josephine stille ich noch.Ich hatte von anfang an leichte Probleme,da mir die Brust immer weh tat.Meine Hebamme half mir jedoch dabei.Nun sind wir 400km weiter gezogen und nun fangen sie wieder an. Es brennt in und an der brustwarze und in der brust selbst. Und die zweite sache ist die Milchmenge.Wenn ich abends(0.00Uhr) abpumpe sind es nur 110ml.Am Tage jedoch wendet die kleine nach einer gewissen zeit den Kopf ab und kommt dann ca 3-3,5std später wieder.Somit nehme ich an,dass sie satt wird.Nach der letzten Mahlzeit gebe ich meistens ca 50ml abgepumpte Milch nach.Wie bekomme ich mehr Milch?Ich trinke am Tag: 0,6l Milch, 1,4l Mineralwasser und 0,8l Milchbildungstee. Kannst du mir bei meinen beiden Problemen helfen?? Liebe Grüße elige


Biggi Welter

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? Liebe Elige, aus welchem Grund möchtest Du deine Milchmenge steigern? Hat dein Kind zu wenig nasse Windeln oder nimmt es nicht ausreichend zu? Solange dein Kind die folgenden Kriterien erfüllt, gibt es keinen Grund, die Milchmenge steigern zu müssen und auch keinen Grund, dem Kind nach einer Stillzeit noch zusätzliche abgepumpte Milch zu geben: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Nur wenn diese Punkte nicht erfüllt sind, besteht ein Handlungsbedarf. Deine Milchmenge wird sich übrigens nicht durch übermäßiges Trinken erhöhen lassen. Richte dich mit deiner Flüssigkeitszufuhr nach deinem Durstgefühl. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus") und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis Tassen Milchbildungstee) sind im Allgemeinen ausreichend. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkst Du zu wenig Schwarzer Tee, Matetee und Kaffee sollten nur mäßig genossen werden. Auf Limonaden oder Colagetränke sowie künstlich gesüßte Getränke sollte möglichst verzichtet werden. Auf die (angebliche) milchflussfördernde Wirkung von Bier oder Sekt sollte verzichtet werden. Alkohol geht bereits in kleinen Mengen in die Milch über und belastet den Stoffwechsel des Babys. Nun zu deinen Schmerzen. Wenn sichergestellt ist, dass Du korrekt anlegst und dein Kind korrekt saugt, sollte unbedingt auf Soor untersucht werden. Die Art, wie Du die Schmerzen beschreibst, weist auf eine mögliche Soorinfektion der Brust und Milchgänge hin. Eine solche Infektion muss mit vom Arzt verordneten Mitteln behandelt werden und gleichzeitig muss dein Kind mit behandelt werden, um zu verhindern, dass ihr euch immer wieder gegenseitig ansteckt. Am Besten wendest Du dich sowohl an deine Ärztin/Arzt als auch an eine Kollegin vor Ort, die dein Kind beim Stillen sehen kann. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi


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