Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

brust "leer" ?

Frage: brust "leer" ?

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, vielen Dank erstmal dafür, das Du immer so schnell und kompetent antwortest! Bei mir hat sich jetzt überraschend folgendes Problem ergeben: Meine Tochter ist 7 Wochen alt, Stillen war bisher absolut kein Problem, ebenso das Abpumpen. Die Kleine war meistens nach dem Trinken regelrecht "erschossen" weil sie sich soviel einverleibt hat, und beim Abpumpen hab ich ca 10 - 15 min gebraucht um locker 120 ml zu erreichen. Beide Brüste waren immer sehr voll, schwer, spannten und liefen auch desöfteren mal über ;-) Bis Samstag, da bin ich morgens wach geworden und hab festgestellt das beide Brüste "leer" waren, das heißt sie hingen schlaff herab. Von einem auf den anderen Tag. Das ist für mich kein kosmetisches Problem sondern ich hab Angst das ich nicht mehr genug Milch habe. Kann das sein??? Ich stille übrigens voll und nach Bedarf und höre jetzt bei der Beobachtung meiner Kleinen die Flöhe husten. Wenn sie kürzer trinkt denk ich gleich "da ist nichts mehr". Ich weiß das die Größe der Brust nichts darüber aussagt, wie gut eine Frau stillen kann, aber was ist mit dem "Füllgrad"? Ach ja, genug nasse Windeln hat sie bisher auch. Sonntag abend hab ich ihr abgepumpte Muttermilch angeboten, die hat sie gierig verschlungen (im Anschluss an das Stillen, weil ich da auch den Eindruck hatte das aus so einer schlaffen Brust nichts rauskommen kann). Das war aber bisher das einzige Mal. Hast Du vielleicht eine Ahnung was da los ist? Viele Grüße, Simone


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Simone, mach dir keine Sorgen! Das ist absolut in Ordnung. Es ist kein Zeichen von zu wenig Milch, wenn deine Brüste wieder weich und vielleicht sogar wieder kleiner werden. Im Gegenteil, es ist vollkommen normal, dass die anfängliche Fülle und das pralle Gespanntsein der Brust nachlässt, die ist ein Zeichen, dass sich die Stillbeziehung gut eingespielt hat. Es kommt auch höchst selten vor, dass die Milch plötzlich "wegbleibt". Solche Situationen gibt es, wenn die Mutter plötzlich einem überaus großen Stress ausgesetzt ist (z.B. weil das Kind einen Unfall hatte oder andere einschneidende Ereignisse vorgefallen sind). Dann kann es dazu kommen, dass die Mutter so verkrampft ist, dass der Milchspendereflex ausbleibt. Aber wie schon gesagt, das ist sehr selten, außerdem vorübergehend und man kann etwas dagegen tun. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Du solltest also vermehrt anlegen, wenn Du den Eindruck hast, dass zu wenig Milch da ist und nicht zufüttern. Es kann auch sein, dass dein Baby gerade einen Wachstumsschub hat. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal "mehr Milch bilden" und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf des Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Du hast dann nicht zu wenig Milch, sondern der Bedarf deines Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Wird in dieser Situation zugefüttert, wird der Brust kein erhöhter Bedarf signalisiert und die Milchmenge kann sich auch nicht auf den erhöhten Bedarf einstellen. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird gestört und es kann der Beginn eines unfreiwilligen Abstillens sein. Aber auch ohne Wachstumsschub ist es normal, dass ein so kleines Baby mindestens acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden will. Wende dich doch auch einmal an eine Stillberaterin vor Ort und überlege dir, ob Du nicht ein Stillgruppentreffen besuchen magst. Der direkte Kontakt mit anderen stillenden Müttern und einer Stillberaterin ist ungeheuer hilfreich. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Hallöchen, das bedeutet lediglich, dass sich Deine Brust auf den Bedarf Deines Babys eingestellt hat. Die meiste Milch wird ohnehin beim Stillen direkt gebildet. Zum Glück ist das so, sonst müsstest Du ja die ganze Stillzeit über mit vollen und empfindlichen Brüsten herumlaufen! Mein Kind ist übrigens fast genauso alt wie Deins und bei mir war schon wenige Tage nach dem Milcheinschuss keine Überfülle mehr festzustellen. Ich habe trotzdem reichlich Milch und mein Baby gedeiht prima. Deins bestimmt auch! ;o) Ach so, die Flasche mit abgepumpter Milch würd' ich weglassen, das stört nur den Angebot-Nachfrage-Kreislauf. Einen lieben Gruß schickt Steffi mit Lily (10), Colin (2) und Maxi (8 Wochen) ;o)


Mitglied inaktiv

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oT


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