Erdbeermama
Hallo, meine 6 monatige Tochter ist ein echt schlechter Trinker und trinkt meistens nur während des Schlafens. Ansonsten trinkt sie tagsüber nur mal kurz eine Minute oder zwei und findet alles spannender. Sie bekommt zurzeit 2 Breimahlzeiten und isst diese auch nicht mit großer Begeisterung. Zunehmen und wachsen tut sie aber wunderbar (72 cm und 7510g). Nachts stillt sie auch noch öfters und morgens ist die Windel meist so voll, dass sie nicht selten ausläuft (richtige Größe und Pampers Baby Dry). Ich kann aber auch gar nicht beurteilen ob sie viel oder wenig insgesamt trinkt, weil ich es durch die Brust nicht nachvollziehen kann. Morgens ist sie dann bis zum Mittag dauermüde und muss alle 1-2 std wieder für 30 min schlafen. Meine Frage nun- ist das alles noch normal oder schon irgendwie auffällig? Ich mach mir zurzeit etwas Gedanken weil ihr Stuhlgang seit nun bestimmt schon 3 Wochen richtig grün ist und sehr sauer riecht, die stuhlprobe war aber unauffällig. Stuhlgang geht dann jetzt meist nach jeder still-/Mahlzeit ab und war vorher aber nur 1-2 mal täglich. Irgendwie gefällt mir das ganze nicht :(
Liebe Erdbeermama, sprich doch einmal mit dem Arzt, ob Dein Baby evtl. auf den Brei so reagiert. Ich hoffe, es beruhigt dich zu hören, dass dieses Verhalten ganz typisch ist für Babys in diesem Alter. In diesem Alter sind unsere Babys oft viel zu sehr mit ihrer Umwelt beschäftigt. Sie versuchen, alles um sie herum aufzunehmen und das IST eine extrem anstrengende Zeit. Aber es ist wirklich auch nur eine Phase, die wieder vergeht. Es kommt vor, dass Babys schlicht und ergreifend so aufgedreht sind, dass ihnen die nötige Ruhe fehlt, um gut an der Brust zu trinken. Deshalb ist hier das nächste Mantra der Eltern von großer Bedeutung „ich bleibe gaaaaaaanz ruhig“. Mit Ruhe und Gelassenheit – so frau und man es schaffen, ruhig und gelassen zu bleiben – lassen sich diese Situationen immer noch am besten überstehen. Es gibt einige Kolleginnen, die von einer „Brustschimpfphase" sprechen. Damit sind Kinder gemeint, die Angst haben, beim Trinken an der Brust etwas zu verpassen. Als erste Maßnahme ist dann zu empfehlen, das Baby auch am Tag unter den Bedingungen zu stillen, wie sie in der Regel nachts herrschen: in einem ruhigen, ablenkungsarmen, abgedunkelten Raum. Neben dem Tipp, möglichst gelassen zu bleiben ist dies die nächste Empfehlung, die dem Kind und damit auch der Mutter in solchen Zeiten helfen kann. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps, wie dein Kleines vielleicht doch tagsüber mehr trinkt: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. LLLiebe Grüße Biggi
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