Liebe Frau Welter, meine Tochter hatte heute die U7 und es wurde festgestellt, dass ihr Körpergewicht auf der perzentilie 3 liegt, die Körperlänge ist im Normbereich. Die Kinderärztin sagte es sei erstmal kein Grund zur Sorge, da sich meine Tochter ansonsten völlig normal entwickelt (laufen, sprechen…) und fit und aktiv ist. Allerdings rät sie mir zum abstillen, da die Muttermilch zwar den Magen füllt aber nicht genug Kalorien hätte für ein zweijähriges Kind. Ich hab da aber etwas Bauchschmerzen damit, weil meine Tochter das Essen vom Tisch sehr oft ablehnt. Es gibt auch Zeiten in denen sie gut isst, zurzeit aber selten. Meine Sorge ist, dass sie dann ohne die Muttermilch noch weniger Kalorien zu sich nimmt. Flaschenmilch kann sie nicht trinken, wegen ihrer Kuhmilchallergie. Wie sehen sie das? Kann das Stillen in diesem Alter wirklich dazu führen, dass ein Kind schlechter an Gewicht zunimmt?
Liebe Kathrin.032022, wenn dein Baby die Beikost so vehement ablehnt, würde ich da nach der Ursache forschen und nicht gewaltsam abstillen. Was sollst du denn machen? Dein Kind in einen Schraubstock spannen, ihm die Nase zuhalten, damit es den Mund auf macht und ihm dann unter Zuhilfenahme eines Kartoffelstampfers feste Nahrung in den Magen zwingen? Was macht ein Mensch, den man mit Gewalt dazu zwingen will, etwas zu tun? Er blockiert oder zerbricht. Beides ist nicht wünschenswert, schon gar nicht in der Eltern Kind Beziehung. Druck und Zwang sind nicht geeignet, um ein Kind zum Essen zu bringen. Im Gegenteil: je mehr Druck, je mehr Kampf es gibt, umso schwieriger wird die Situation und zum Schluss gibt es in diesem Kampf ums Essen nur Verlierer. Muttermilch ist für dein Kind sicherlich besser als Säuglingsmilch, trotzdem sollte jetzt nachgeforscht werden, warum dein Baby so gar nicht essen mag. Kann das Kind eventuell einen Zinkmangel haben? Auch ein Eisenmangel kann zu Problemen führen. Beides kann die Ursache für ein schlecht essendes Kind sein. Wichtig ist es jetzt wirklich, dass die Ursache für die Essensverweigerung gefunden wird. Ich würde erst einmal die Werte abklären lassen und weiterhin geduldig Beikost anbieten. Besprich das am besten mit dem Kinderarzt, der dein Kind kennt oder hole dir eine zweite Meinung ein. Herzlichen Gruß Biggi
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