Jenbiferbuchner
Liebe Frau Welter, Meine Tochter wird im April 1 Jahr alt. Ab dem 01.07.2023 haben wir einen Krippenplatz erhalten. Bis zum Krippeneintritt möchte ich meine Tochter abstillen. Sie isst morgens, mittags und abends schon Brei. Mal mehr, mal weniger. Zwischendurch Snackt sie auch schon etwas Obst. In den letzten drei Wochen habe ich nun ihr die Brust, nach dem Aufstehen, erst ab 16 Uhr wieder angeboten. Sie hat das auch gut gemacht. Am Anfang hatte ich sie zum Ersatz getragen, wenn sie müde wurde. Mittlerweile ist sie aber einfach zu 1schwer und daher lege ich sie hin und lege mich zu ihr und streichle sie oder singe ihr etwas vor. Aber sie weint immer sehr und möchte an die Brust bis sie einschläft irgendwann. Es tut mir weh zu sehen, wie es ihr schwer fällt, habe es aber trotzdem durchgezogen. Abends gebe ich ihr die Brust zum Einschlafen und nachts auch. Jetzt ist sie krank (Corona) und da habe ich ihr die Brust wieder nach Bedarf angeboten. Solange sie krank ist, will ich ihr das auch noch so anbieten. Sie hatte keinen Appetit und wollte unbedingt an die Brust. Obwohl es mein drittes Kind ist, bin ich doch etwas ratlos. Schon bei meiner ersten Tochter musste ich irgendwann die Reißleine ziehen und sie mit 18 Monaten von Heute auf Morgen abstillen, weil sie immer die Brust verlangt hatte. Meine mittlere Tochter war sehr entspannt und hat das Abstillen sehr gut mitgemacht, weil sie auch sehr gut gegessen und getrunken hatte. Bei meiner Kleinen ist jetzt dieser Zeitdruck dazu gekommen wegen der Krippe. Ich möchte sie nicht stillen, wenn sie in die Krippe geht, aber ich möchte ihr nicht die Brust von Jetzt auf gleich verweigern. Leider klappt das nach und nach weglassen von Brustmahlzeiten nicht sehr gut. Vor allem wenn dann noch Krankheiten dazwischen kommen. Ich hab jetzt noch 4 Monate Zeit und weiß nicht so recht wie ich es anstellen soll, weil sie die Brust so sehr einfordert. Sie nimmt auch keinen Schnuller oder Flasche an. Sie trinkt schon aus dem Becher. Haben Sie einen Tipp für mich? Sind 4 Moante überhaupt realistisch, um sie komplett abzustillen? Sie nuckelt hauptsächlich an der Brust. LG Jennifer
Liebe Jennifer, jetzt im Moment würde ich jeglichen Druck aus der Situation nehmen und einfach stillen. Und wenn alles wieder passt, kannst du ganz langsam wieder damit beginnen, die Stillzeiten zu reduzieren. Ich persönlich würde auch da langsam vorgehen, denn die Umstellung in der Krippe wird groß werden und deine Kleine braucht dann evtl. die Geborgenheit an der Brust noch mehr. Wäre es denn eine Möglichkeit, dass deine Tochter dann zum Einschlafen noch gestillt wird? So wird die Umstellung für dein Kind leichter und auch deine Brust hat Zeit für die Umstellung. Deine Tochter wird so langsam lernen, dass es die Brust nur zum Einschlafen gibt und irgendwann wird sie auch darauf verzichten können, ohne großen Druck und ohne große Trauer. Meinst du, das wäre für dich machbar? Lieben Gruß Biggi
Jenbiferbuchner
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich habe auch nochmal darüber nachgedacht. So abrupt abstillen möchte ich auch nicht. Ich habe nur Bedenken, dass meine Kleine mich dann in der Krippe noch mehr vermissen wird, wenn sie noch gestillt wird. Aber ja das klingt doch nach einem guten Weg! Werde jetzt erst einmal abwarten bis sie wieder gesund ist und so lange weiter stillen. Und dann wieder Stück für Stück reduzieren. Sie später zum Einschlafen zu stillen und auch nachts ist für mich kein Problem, ist ja auch total gemütlich. Ich hoffe, dass wir das dann hinkriegen. Ich liebe das Stillen, ich finde das Abstillen nur jedes Mal sehr schwierig, weil ich es nicht ertragen kann, wenn dann die Kleine so sehr dabei weint. Vielleicht brauchen wir beide einfach noch etwas Zeit! LG Jennifer
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