aloah
Hallo frau welter Meine frage habe ich bereits im archiv recherchiert aber nichts für uns adäquates gefunden. Mein sohn noah ist 25 monate und wir stillen noch. Wir sind im prinzip beide glücklich damit und ich würde auch weiterstillen. Ich werde im november 44 und noah ist uns dank invitro geschenkt worden. Nun möchten mein mann und ich unbedingt noch ein geschwisterkind und ich beginne ende november mit der vorbereitung auf einen kryozyklus. Wir leben in spanien, da gibt es keine altersbegrenzung und wir haben noch embryonen kryokonserviert. Das heisst ich muss abstillen. Der wunsch mag egoistisch klingen und man könne meinen in meinem.alter könne man froh sein dass es überhaupt mit einem kind geklappt hat. Dazu muss ich sagen, wir sind ausdauersportler und topfit und fühlen uns jung und voller liebe und energie für ein zweites kind. Das nächtliche abstillen hat bereits geklappt, aber tagsüber möchte noah seine teta noch kurz nach dem aufeachen, für den mittagsschlaf und zum einschlafen. Wie können wir das abstillen zeitlich so begrenzt schaffen? Und brauch noah nach dem abstillen das milchfläschchen? Hab mir darüber nie gedanken gemacht. Er mag milch und milchprodukte nämlich gar nicht. Danke für ihre Antwort Alexandra Wagner
Liebe Alexandra Wagner, ist die Mutter innerlich nicht davon überzeugt, dass sie ihr Kind ab- oder weniger stillen will, dann ist dieser Zweifel für das Kind sehr deutlich fühlbar und es reagiert in fast allen Fällen so, dass es eher noch häufiger gestillt werden mag. Zweifel und Unsicherheit sind für ein Kind unerträglich, Kinder brauchen Klarheit. Wichtig ist nun, dass Ihr zum einen wirklich miteinander redet und Sie Ihrem Kind klar erklären und sagen, was Sie möchten und was Sie nicht mehr möchten. Zum anderen muss für Ihr Kind deutlich erkennbar sein, wo Ihre Grenzen gesetzt sind. Begleiten Sie Ihr Baby, geben Sie ihm viel Nähe und Liebe. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht sofort klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein (ungestilltes) Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Das heißt, dass ein Kind keineswegs zwingend Milch trinken muss und es ist sogar möglich, dass sich der Mensch nach dem Abstillen ganz milchfrei ernährt. Der Mensch ist ja ohnehin das einzige Säugelebewesen, das nach dem Abstillen noch weiter Milch einer anderen Art auf seinem Speiseplan stehen hat und auch beim Menschen gibt es eine ganze Reihe von Kulturen, die milchfrei und dennoch gesund leben. Notwendig ist die Milch auch wenn das in unserer Kultur oft nicht geglaubt wird nicht. Es gibt eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g) Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden). LLLiebe Grüße Biggi
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