Mitglied inaktiv
Liebe Frau Welter, mein Junge wird am Sonntag 17 Wochen. Er bekommt seit seiner Geburt ausschließlich abgepumpte Muttermilch. Das hat bis dato recht gut funktioniert, nun lässt wohl langsam die Milchproduktion nach. Noch wird er satt, max. 1000 ml / Tag bekomme ich hin. Allerdings pumpe ich auch alle zwei Stunden, nachts alle vier. Ich weiß nicht, ob ich das noch lange durchhalte (meine Brustwarzen fallen bald ab und ich komm zu nix mehr). Nun zu meiner Frage: Wenn es gar nicht mehr geht, soll ich auf Pre Milch umsteigen? Oder soll ich schon Gläschen zufüttern? Was wäre denn sinnvoll? Oder gibts noch andere Tips zum Milchfluss anregen als durch die Häufigkeit des Pumpens? Leider ist der Zwerg stark allergiegefährdet und ich wollte eigentlich so lange es geht Muttermilch füttern. Vielen Dank für Ihre Mühe, Doreen
Liebe Doreen, wenn Ihnen die Brust vom Pumpen weh tut, stimmt etwas nicht. Welche Pumpe verwenden Sie denn? Die benötigte Milchmenge auf Dauer nur durch Pumpen aufrechtzuerhalten ist nicht immer leicht und verlangt oft sehr viel Disziplin und vor allem regelmäßiges und ausreichendes Pumpen. Dabei ist es in der Regel sinnvoller häufiger etwas kürzer abzupumpen statt selten und dann länger. Wenn Sie jetzt Ihre Pumpfrequenz wieder erhöhen, dann müsste sich die Milchmenge auch wieder steigern. Gönnen Sie sich gleichzeitig auch möglichst viel Ruhe, das wirkt ebenfalls positiv. Eventuell kann der Wechsel zu einer anderen Pumpe ebenfalls sinnvoll sein. Außerdem ist eine Pumpberatung durch eine Stillberaterin in vielen Fällen sehr hilfreich. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Wenn Sie zufüttern möchten, sollten Sie Pre-Milch verwenden. Wenn Sie Ihrem Kind etwas Gutes tun wollen, dann verzichten Sie noch etwa zwei weitere Monate auf jegliche Form von Beikost. Auch wenn Ihr Baby nicht allergiegefährdet ist, so ist die zu frühe Einführung der Beikost immer eine starke Belastung für den noch unreifen Darm und belastet auch die Nieren enorm durch die erhöhte Molenlast. Es ist sinnvoll mit der Beikost zu beginnen, wenn das Baby die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt: o es ist in der Lage aufrecht zu sitzen, o der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, o es zeigt Bereitschaft zum Kauen, o es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür, o es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Auch Babys, die mit künstlicher Säuglingsnahrung gefüttert werden, sollten in den ersten sechs Monaten keine andere Nahrung erhalten. Sprechen Sie wirklich einmal mit einer Beraterin vor Ort, mit gezielter Hilfe können Sie Ihr Baby bestimmt noch länger ausschließlich mit Muttermilch ernähren. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich verwende eine elektrische Milchpumpe der Firma Russka mit Saugstärkenregulierung. Mit dieser Pumpe bin ich immer ganz gut zurecht gekommen. Allerdings sind meine Brustwarzen wund und ich denke, das kommt vielleicht eher vom Schwitzen. Ich wohne in 45355 Essen und würde gern die Hilfe einer Stillberaterin in Anspruch nehmen. Kann ich diese dann einfach anrufen und einen Termin vereinbaren? Wie funktioniert das? Und ich hoffe, das kostet nicht allzu viel oder die Krankenkasse übernimmt die Beratungskosten :o) Vielen Dank noch einmal Doreen
Liebe Doreen, ich kenne wenige Frauen, dir mit dieser Pumpe auf Dauer gut zurecht kommen :-). Die besten Erfahrungen habe ich mit vollautomatischen, elektrischen Pumpen mit Doppelpumpset gemacht. Diese Pumpen sind von den Firmen Medela und Ameda erhältlich und können auch in Apotheken und Sanitätshäusern ausgeliehen werden. Wenden Sie sich einmal an Frau LANGE Sheila, Tel.: 0208 4441853, sie kann Ihnen sagen, wer die nächste Beraterin für Sie ist. LLL Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich. La Leche Liga trägt sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und dem Erlös aus dem Verkauf von Infomaterial. Ihnen fallen also keine Kosten an, doch wir freuen uns über eine Spende und bei einem Hausbesuch über eine Benzinkostenbeteiligung. LLLiebe Grüße Biggi
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