Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin neu hier und hab mal eine Frage an Dich. Wenn ich Milch abpumpe und die MuMi mit der Flasche fütter,ist das dann auch stillen???Habe nämlich die total stilluntauglichen Brustwarzen und will trotzdem das Beste für mein Baby.Hab schon 2 Kinder und die erste hatte Problem weil sie zu klein war 2460g,also zu schwanch zum Saugen aus der Brust und die 2. ist ned satt geworden und nam ab statt zu und da hab ich dann zur Flsche gegriffen nach 10 Tagen. Danke Dir....schönen Tag
Liebe Luna-Marie06, Es gibt keine untauglichen Brustwarzen. Die Warzenform kann muss aber nicht Probleme beim Anlegen verursachen. Das englische Wort für "Stillen" verdeutlicht so schön, dass die Form der Brustwarze nicht unbedingt wichtig für den Stillerfolg ist: Stillen heißt "Breastfeeding" also Brusternährung. Es heißt nicht etwa "Nipplefeeding" sondern "Breastfeeding". Das Kind trinkt nicht ausschließlich an der Brustwarze, sondern an der Brust. Ein korrekt angelegtes Kind umfasst nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen Teil des Warzenhofes. Wenn ein Kind ausschließlich die Brustwarze beim Saugen an der Brust fasst, dann führt das zu wunden Brustwarzen. Vielleicht lassen Sie sich von einer beraterin vor Ort einmal zeigen, wie Sie Ihr Baby korrekt anlegen können und auch die Milchmenge steigern können. Sie können sicherlich auch abpumpen, allerdings stimmt es, dass das direkte Stillen an der Brust vorzuziehen ist. Die WHO und UNICEF listen eine klare Rangfolge der verschiedenen Ernährungsformen für Säuglinge auf: 1. direktes Stillen des Kindes durch die Mutter 2. abgepumpte Milch der eigenen Mutter 3. abgepumpte Milch einer Spenderin 4. künstliche Säuglingsnahrung Wie kommt es dazu, dass das direkte Stillen an der Brust zu bevorzugen ist? Dafür gibt es mehrere Gründe, von denen ich hier auf zwei eingehen will. Zum einen ist es, dass tatsächlich die Zusammensetzung der Muttermilch unterschiedlich ist, je nachdem, ob das Kind direkt an der Brust gestillt wird oder die Muttermilch abgepumpt wird. So besteht zum Beispiel ein Unterschied in der Immunantwort der Brust auf Keime. Trinkt das Kind direkt an der Brust, so kommt die Brust mit der Keimflora im Mund des Kindes in direkten Kontakt und die Antikörperbildung wird entsprechend angeregt. Auch der Fettgehalt der Milch wird mit durch das Trinkverhalten des Kindes beeinflusst. Der zweite Punkt betrifft das Saugen. Das direkte Saugen an der Brust erfordert ganze andere Muskelarbeit und ein ganz anderes Zusammenspiel der Gesichtsmuskulatur als das Trinken aus einer Flasche. So kommt es, dass die Ausbildung der Muskeln durch das Stillen optimal gefördert wird, das Gleiche gilt für den Kiefer. Stillen hat so einen ungeheuren Einfluss auch auf die spätere Sprachentwicklung. Wenn Sie so wollen, ist die Muttermilch direkt von der Brust bzw. das direkte Stillen tatsächlich "gesünder". Doch auch unter Abwägung dieser Faktoren, bleibt es die Entscheidung der Mutter, ob Sie ihr Kind direkt an der Brust stillt oder abpumpt. Nicht nur das Kind, sondern auch die Mutter profitiert von einer langen Stillzeit: o Shanghai 1988, Beijing 1988: Langes Stillen (> 12 Monate) schützt vor Brustkrebs. (Tao, Yu, Ross & Xiu 1988; Yuan, Xu, Ross, Gao & Henderson 1988) o Japan 1990: Nicht Stillen oder nur kurz Stillen ( 10 Monate) Newcomb, Storer, Longnecker, Mittendorf, Greenberg et al. 1994) o Stillen schützt vor Osteoporose. Die komplexen Einflüsse des Stillens auf den Knochenstoffwechsel wirken sich darauf aus, dass es trotz des niedrigeren Östrogengehaltes insgesamt eine Stabilisierung zu kommen scheint und dadurch langfristig das Risiko von Knochenbrüchen verringert wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang das folgende Ergebnis einer Studie: Eine vermehrte Kalziumaufnahme aus dem Darm ist eine physiologische Anpassung der Mutter, um den Kalziumbedarf während der Stillperiode zu decken. Diese Fähigkeit wird aber erst nach dem Abstillen oder dem Wiedereinsetzen der Menstruation deutlich. Die vermehrte partielle Kalziumsaufnahme nach dem Abstillen kann einen Zusammenhang mit einer Zunahme der Knochendichte der Lendenwirbelsäule innerhalb von sechs Monaten nach dem Abstillen haben. Kalkwarf, H.J. et al. Intestinal calcium absorption of women during lactation and after weaning. Am J Clin Nutr 1996: 63(4):526 31 Es kommt nicht von ungefähr, dass die WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine mindestens zweijährige Stillzeit empfiehlt und die AAP (Amerikanische Akademie der Kinderärzte) in ihren neuesten Richtlinien eine mindestens einjährige Stillzeit anrät. Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen oder zumindest einmal mit einer Stillberaterin in ihrer Nähe ein direktes Gespräch (auch am Telefon) zu führen. Viele Unsicherheiten lassen sich im direkten Gespräch sehr viel besser ausräumen. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Ist stillen eigentlich besser für die Brust als nicht stillen.Ich muß dazu sagen,daß ich mich jetzt schon nicht wohl fühle beim Anblick meiner Brust,denn sie ist schon sehr gewachsen.Hatte vorher 80B und nun bestimmt 80C.In der letzten SS hatte ich nachher 85 E.Ich mag nämlich keine großen Brüste.Sorry,aber komm damit ned so klar.
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