Frage im Expertenforum Recht an Nicola Bader:

Probleme Elternzeit

Frage: Probleme Elternzeit

OliviaÖl

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Liebe Frau Bader, zurzeit bin ich in Elternzeit. Mein Sohn ist im Januar 2016 geboren und ich habe Elternzeit genommen bis Januar 2019. Habe damals alles fristgerecht eingereicht, habe auch von meinem Schreiben eine Kopie für mich gemacht. Nun bin ich wieder schwanger, der Geburtstermin ist im Juli. Ich habe dann ein erneutes Schreiben aufgesetzt wodrin steht, dass ich meine derzeitige Elternzeit einen Tag vor dem Mutterschutz beende und das ich dann für das neue Kind wieder 3 Jahre Elternzeit nehme. Also dann voraussichtlich von Juli 2018 bis Juli 2021. Ich bin persönlich zu meinem Chef und habe es ihm mitgeteilt und mein Schreiben übergeben. Nun sagt er aber zu mir er wäre nicht mehr mein Arbeitgeber und er wüsste auch nichts davon dass ich noch in Elternzeit bin bei ihm. Aber ich kann das ja alles nachweisen, ich bin ja sogar krankenversichert dadurch. Aber er stellt sich stur. Wie kann ich jetzt am Besten vorgehen? Kann er tatsächlich einfach behaupten er wüsste von nichts? Liebe Grüße und vielen Dank


Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

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Hallo, verstehe ich nicht. Selbst ein mdl. Arbeitsvertrag ist doch beweisbar. Oder meint er, der Vertrag sei befristet? Dann hätte er der Schriftorm bedurft. Wenn da gar nichts zu machen ist, würde ich es erst beim gewerbeaufsichtsamt versuchen u dann bei einem Anwalt. Liebe Grüße NB


M123-Kiwu-dopp.frg-Mail-ungültig

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Da hast du ja einen tollen Chef... Ich denke aber, so einfach kommt er damit nicht durch, schließlich hast weder du noch er (haette er in der Schwangerschaft ja auch nicht so einfach gekonnt), gekuendigt. Ich wúrde die Verlaengerung der Elternzeit per Einschreiben an ihn senden. Und wenn er weiter behauptet, dass du nicht angestellt bist, ihn freundlichst an euren Arbeitsvertrag erinnern.


Mitglied inaktiv

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Hast du denn einen gültigen Arbeitsvertrag? Hoffentlich.


OliviaÖl

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Ja ich habe eine gültigen Arbeitsvertrag. Allerdings einen mündlich geschlossenen. Das wird dann jetzt hoffentlich nicht zum Problem. Ich kann ja beweisen, dass ich seit Jahren da arbeite. Erstmal habe ich meine Ausbildung dort gemacht und dann einfach weiter dort gearbeitet. Ich habe jede Abrechnung und bin ja auch ganz normal krankenversichert über ihn. Jetzt in der Elternzeit habe ich natürlich keine Abrechnung mehr bekommen, aber trotzdem bin ich ja weiter über ihn versichert. Ich weiss auch, dass ein mündlicher Arbeitsvertrag so wie ein schriftlicher gilt. Ich kann ja durch die ganzen Abrechnungen beweisen, dass ich da wirklich gearbeitet habe. Mein Chef ist denke ich mal sauer darüber, dass ich jetzt nicht wie erhofft im Januar dann wieder bin. Aber er kann doch jetzt nicht damit durch kommen. Dann hätte er mir ja in der Elternzeit eine Kündigung gegeben haben müssen. Wenn er meint ich wäre gar nicht mehr angestellt. Dies hat er aber nicht getan und in der Elternzeit kündigen wäre ja auch nicht so einfach gewesen. Ich weiss schon, dass ich im Recht bin. Ich weiss nur nicht wohin ich mich wenden soll, wenn er sich weiter stur stellt. Am Montag gehe ich zur Krankenkasse, da werde ich da nachfragen. Mir geht es ja vor allem um die Krankenversicherung


misses-cat

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Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen. Was anderes wird dir nicht übrig bleiben. Lg


Mitglied inaktiv

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Die Krankenversicherung würde ich auf jeden Fall fragen - wegen dem Status wie er dich da gemeldet hat ... zwinker..... Die hätten sich spätestens nach dem EG gemeldet wenn du bei denen nicht als in EZ befindlich gemeldet wärst. Und dann ab zum Anwalt - zu verlieren gibt es ja eh nichts mehr. Davon ab müsste dein AG ja wie beweisen das er dir gekündigt hätte, mündliche Kündigungen sind nämlich im Gegensatz zu Arbeitsverträgen nicht gültig.


OliviaÖl

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Ja genau du hast Recht. Die Krankenkasse hat auf jeden Fall den Status Elternzeit bei mir. Ich bekomme jedes halbe Jahr so einen Kontrollbogen zugeschickt über meine Angaben und da steht das so drauf. Meine Kinder sind ja auch über mich versichert und Geld vom Amt bekomme ich nicht. Da wäre ja dann schon längst was aufgefallen. Eine Kündigung habe ich weder mündlich , noch schriftlich erhalten. Und ich arbeite schon seit 2009 da. Habe jede einzelne Abrechnung noch.


Mitglied inaktiv

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Dann entspannt zurücklehnen... Klar, es wird jetzt nervig werden, aber am Ende dürfte das richtig fies für deinen AG ausgehen.


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