Mitglied inaktiv
Hallo! ZunĂ€chst einmal vielen Dank fĂŒr Ihre Antwort. Ich habe mich an Ihren Rat gehalten und die kleinen MilchflĂ€schchen vor dem Tagschlaf weggelassen und die AbstĂ€nde der Mahlzeiten auf etwa 3 Stunden vergröĂert. Mehr geht beim besten Willen nicht. AuĂer er schlĂ€ft mal lĂ€nger. Zwischendurch biete ich ihm Wasser oder Tee an, er trinkt manchmal ein paar Schlucke. Das Ergebnis: Mein Sohn wird nun 2-3 Mal wach nachts und will Milch trinken. Die Mengen an Essen tagsĂŒber sind nicht wirklich gröĂer geworden, wenn dann nur minimal. Also pro Breimahlzeit etwa 100-150 g, auĂer Mittagsbrei, da ist das 190g GlĂ€schen fast immer weg, manchmal noch ein paar Löffel Obst hinterher. Also sind wir jetzt bei: 5.00 150 ml Pre 8.00: 100-150 g Milchbrei (mit Pre angerĂŒhrt) oder GOB, was er nimmt 11.00: 100g GOB 14.00 200g GemĂŒse-Fleisch-Brei 17.00 100-150 g Milchbrei 19.00 120-150 ml Pre dann: 22.00 150 ml Pre 3.00 100 ml Pre (alles ca.-Angaben) Ich habe mal gelesen, dass ein Baby in dem Alter (7 Monate nun) etwa 90 kcal pro kg Körpergewicht braucht. Das wĂ€ren bei meinem Sohn ca. 900 kcal. Er wird auch immer aktiver, also vielleicht eher mehr als weniger. Ohne die zwei Nachtflaschen nimmt er nun nach meiner Rechnung ca. 640-700 kcal zu sich. Mit zwei zusĂ€tzlichen FlĂ€schchen sind es dann etwa 850 kcal. Zwischenmahlzeiten in Form von Obst oder GOB will er nicht, da ist er meist schon mĂŒde und mĂŒde isst er nicht vom Löffel, nimmt höchstens FlĂ€schchen. Versuche, ihn zu ĂŒberreden enden immer im Weinen, er ist da ziemlich stur. Ich habe viel Essen wegwerfen mĂŒssen. Einen Getreidebrei mit GemĂŒse nimmt er auch nicht lieber als mit Obst, auch schon probiert. Nur GemĂŒse pur geht gut, aber das ist ja auch nicht die angepeilte Menge an Kalorien. Mit Folgemilch gabs im Ăbrigen keine Ănderung, genau das Gleiche. Ich bin ziemlich am Ende mit meinem Latein und auch schon mĂŒde. Er hat nun einfach die MilchflĂ€schchen von tagsĂŒber, die er nun nicht mehr bekommt, auf die Nacht verschoben, das ist auch nicht Sinn der Sache. Soll ich ihm tagsĂŒber doch noch öfter Milch geben? Was kann passieren, wenn er mehr Milch bekommt, als empfohlen? Die anderen Sachen isst er ja auch, nur halt etwas weniger. Eine Frage noch: Wann kann man mit Zwieback, Brot und co anfangen? Ich habe ihm heute einen Dinkel-Zwieback gegeben und er hat interessiert darauf herumgelutscht. GrieĂbrei gabs auch schon, hat er gut vertragen. Viele GrĂŒĂe und schon Mal Danke! Anna
Veronika Klinkenberg
Hallo Anna, ich kann gut verstehen, dass Sie mit Ihrem Latein am Ende und sehr mĂŒde sind. Die ErnĂ€hrung von Kindern kostet oft sehr viel Geduld und Energien, vor allen Dingen wenn VerĂ€nderungen notwendig sind. Das âBeeinflussenâ und VerĂ€ndern von Gewohnheiten ist meist nur in kleinen Schritten möglich, zumal es sich bei Ihrem kleinen Schatz, wie Sie ja beschreiben, um ein ziemlich âsturesâ Kerlchen handelt. Ihr Söhnchen wird keinen Schaden nehmen, wenn Sie ihm tagsĂŒber wieder öfters Milch anbieten. Aber dadurch wird das Problem nicht gelöst. Meiner Meinung ist es nach wie vor sinnvoll regulierend auf den Rhythmus einzuwirken, die vielen kleinen Milchportionen nach und nach zu reduzieren und den Kleinen mit Ausdauer und Geduld an gröĂere Portionen fester Nahrung heranzufĂŒhren. Machen Sie es dem Kleinen nicht zu leicht. Er ist in einem Alter in dem er genau merkt, was er anstellen muss, um ans Ziel zukommen. Viele kleine Milchmahlzeiten zwischendurch und nachts, können den Appetit auf die Hauptmahlzeiten nehmen. Setzen Sie sich und Ihr Söhnchen nicht unter Druck, aber versuchen Sie Ihr Ziel konsequent und mit Ruhe zu verfolgen. Das geht nicht im Laufe einer Woche, aber Ihr Söhnchen wird mit Ihrer UnterstĂŒtzung in absehbarer Zeit lernen, die notwendigen Energiemengen ĂŒber weniger Mahlzeiten und feste Kost zu sich zu nehmen. Laut Empfehlungen benötigt ein Kind in diesem Alter in etwa 800kcal pro Tag, das stimmt. Das sollte aber nur als Richtwert dienen. FĂŒr Brot ist es noch etwas zu frĂŒh. Wenn Ihr kleiner Schatz aber Interesse an einer Knabberei zeigt und mit StĂŒckchen, die immer wieder einmal abbrechen können, umgehen kann, dĂŒrfen Sie ihm ohne Bedenken ein babygerechtes Knabberprodukt (âHiPP Baby-Zwiebackâ, âHiPP Kinder-Reiswaffelâ) geben. Bleiben Sie immer in der NĂ€he, so können Sie eingreifen falls er sich verschlucken sollte. Ich wĂŒnsche Ihnen weiterhin viel Energie und Durchhaltevermögen Veronika Klinkenberg
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