Frage im Expertenforum Milch & Fläschchen an Veronika Klinkenberg:

10 Monate/ Klammerphase und nachts bis zu 5 Flaschen... :-(

Frage: 10 Monate/ Klammerphase und nachts bis zu 5 Flaschen... :-(

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Liebe Frau Klinkenberg, mein Sohn wurde am 27.06.2009 geboren und ist nun fast 10 Monate alt. Sein Speiseplan sieht wie folgt aus: 08.30 Uhr halbes bis ganzes FruchtJoghurt-Gläschen 12.00 Uhr halbes bis ganzes Fleisch/Gemüse/Gläschen 15.00 Uhr reines Obstgläschen 17.00 Uhr Milchbrei (ganze Portion aus 50 g Milchpulver) Mein Sohn hat noch keine Zähne und ich denke, dass ihm das momentan sehr zusetzt, da er auch ständig seine Finger im Mund hat. Seit ein paar Tagen mag er mittags nur ein halbes Glas und danach lieber noch etwas Fruchtjoghurt. Er bevorzugt die "roten" Sorten (Erdbeere, Heidelbeere). Nachmittags mag er die Getreidebreie nicht und bekommt somit oft reine Erdbeere-Himbeere/ Gläschen. Leider hat er nach wie vor auch nachts einen 3-Stunden-Rhythmus! Seit 4 Wochen verweigert er obendrein auch noch seinen Nuckel, der dann nachts auch mal gereicht hat zum beruhigen und ich weiß mir jetzt einfach nicht anders zu helfen, als ihm (zum Teil verdünnte) Fläschchen zu geben. Danach schläft er meistens (nach 80-130 ml) sofort wieder ein. Er geht um 18.30 Uhr zu Bett und ist dann morgens gegen 06.00 Uhr wach - und bekommt dann somit nachts 3-5 Fläschchen. Nun meine Fragen: 1. Ist es okay, dass er nachmittags nur reines Obst ohne Getreide isst? 2. Leider haben kuscheln, Spieluhr und Lieder vorsingen weder beim Einschlafen, noch nachts etwas gebracht. Gestern dauerte es auch wieder über 1 Stunde, bis er eingeschlafen ist (nachdem ich ihm dann doch noch nach dem Milchbrei eine Flasche gegeben habe). Was soll ich bloß tun, damit er nicht immer die Flasche will??? Unser Tagesalltag ist eigentlich ruhig und er darf abends vorm Schlafengehen auch noch ein bisschen in Ruhe spielen. Ich sitze dann im abgedunkelten Zimmer bei ihm und habe eine Schlafensmusik-CD laufen. Also alles ganz entspannt. Und noch eine andere Frage: sollte man ein Baby in diesem Alter immer zur selben Zeit ins Bett bringen oder erst, wenn es richtig müde ist??? Ich habe nämlich manchmal das Gefühl, dass er noch nicht richtig müde ist, weil er sich auch ständig im Bett hin- und herwälzt und dann schreit. Tagsüber schläft er auch nur noch 1,5 Stunden (vormittags eine halbe Stunde und nachmittags 1 Stunde im Kinderwagen). Alleine schlafen mag er nicht mehr, seitdem er den Nuckel verweigert (er fremdelt nun auch) und ich möchte ihm nicht angewöhnen, dass ich mich zum Einschlafen neben ihn legen muss, zumal er fleißig robbt und ich dann im Bett ja bei ihm bleiben müsste. Vielen Dank! Jambi


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Hallo Jambi, ich kann sehr gut verstehen, dass Sie sich bald ruhigere Nächte wünschen. Phasenweise gibt es immer „Störfaktoren“, die das Schlafen beeinträchtigen können. Dazu zählen z.B. Zahnungszeiten, intensives Träumen oder Entwicklungsschübe. Bedenken Sie auch, Ihr Kind macht mit 10 Monaten einen großen Schritt hin zu einer eigenständigen Selbständigkeit. Dies äußert sich darin, dass er seine Bedürfnisse durchsetzen will, Trotzreaktionen sind an der Tagesordnung. Der erste Schritt in die Selbständigkeit ist aber auch mit einem Gefühl des Alleinseins verbunden. Das Gefühl des Alleinseins äußert sich besonders stark beim Zubettgehen und beim nächtlichen Aufwachen. In diesen Ausnahmezeiten wachen Kinder häufig auf und sind über jede Hilfe dankbar, die sie wieder in den Schlaf begleitet. Für Ihren Kleinen hat sich das Nachtfläschchen offensichtlich zu einem beruhigenden, lieb gewordenen Ritual entwickelt. Natürlich fällt es Ihrem Söhnchen schwer von einer lieb gewonnenen Gewohnheit Abschied zu nehmen und oft bedarf es sehr viel Geduld und Ausdauer das Ziel zu erreichen. Aber der Kleine kann lernen von alleine einzuschlafen. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Söhnchen mitten in der Zahnungsphase steckt, macht es Sinn noch kurze Zeit abwarten. Wenn der Spuk vorbei ist sollten Sie aber beherzt und konsequent Ihr Ziel verfolgen. Dies geht nicht von heute auf morgen und kann ein bis zwei Wochen dauern. Die Anstrengung lohnt sich aber. Neben einem regelmäßigen, gut strukturierten Tagesablauf ist es ganz wichtig, dass Sie feste Einschlaf- und Aufstehzeiten praktizieren. Legen Sie Ihren Kleinen aber in sein Bettchen, wenn er tatsächlich müde ist. Auch wenn Spieluhr, Kuscheln oder Liedchen singen bisher nichts gebracht haben, sind diese Rituale ganz wichtig. Sie vermitteln Geborgenheit und Ihr Söhnchen entspannt sich körperlich und bekommt zudem Zuwendung und Zärtlichkeit. Bleiben Sie dabei und auch nachts, wenn der Kleine sich meldet empfehle ich Ihnen ihn zunächst durch ähnliche Rituale zum Weiterschlafen zu bringen. Sollte der Kleine Durst haben, hilft auch eine kleine Menge Wasser oder Tee aus der Tasse. Hilft alles nichts, könnten Sie die Milch immer mehr mit Wasser verdünnen, so dass letztendlich nur noch Wasser enthalten ist. Die ersten Tage wird Ihr Söhnchen protestieren und es wird nötig sein, dass Sie ihm mehrmals deutlich zeigen, dass er nun alleine einschlafen lernen kann. Sprechen Sie ganz ruhig mit ihm und trösten Sie ihn denn er muss ja von etwas lieb gewordenen Abschied nehmen. Sobald sich die nächtlichen Fläschchen reduzieren, wird Ihr Söhnchen auch untertags mehr Appetit haben. Um Ihre erste Frage noch zu beantworten: Nachmittags darf es ohne Bedenken auch ein reines Obstgläschen sein. Zur besseren Sättigung könnten Sie eine kleine Knabberei („HiPP Kinder-Reiswaffel“, „HiPP Kinder-Keks“) dazu kombinieren. Im Buchhandel gibt es zum Thema „Schlafen“ ein sehr interessantes Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ von Annette Kast-Zahn, das hilfreiche Tipps liefert. Sicher wird auch Ihr Kleiner mit der Zeit von alleine einschlafen lernen. Alles Gute Veronika Klinkenberg


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