Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Letrozol und Östrogen

Frage: Letrozol und Östrogen

Freyana

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Guten Tag, an sich sind meine Werte am Zyklusanfang in Ordnung. Dennoch wollen wir eine leichte Stimulation mit Verkehr nach Plan machen.  Wenn man Letrozol nimmt, ist das Medikament dann wegen dem erniedrigten Östrogen für die Eizellqualität nicht ein Hindernis, weil ich ja nicht PCOs etc habe? Kann man das umgehen? MFG Freyana


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Vielen Dank für Ihre gute Frage. Nach dem heutigen Wissensstand ist Letrozol hinsichtlich der Eizellqualität kein Nachteil. Das Medikament maskiert bzw. senkt den Östrogenspiegel nur vorübergehend in der frühen Zyklusphase. Dadurch wird die körpereigene FSH-Ausschüttung angeregt und das Follikelwachstum unterstützt. In der Regel entwickelt sich der Follikel unter Letrozol sehr schön und beginnt mit zunehmender Reifung selbst wieder ausreichend Östrogen zu produzieren. Dieses wird dann auch wieder im Blut messbar. Es gibt daher keine überzeugenden Hinweise, dass Letrozol bei Frauen mit normalen Ausgangswerten die Eizellqualität verschlechtert. Im Gegenteil: Es hat sich als sehr schonende Form der milden Stimulation etabliert und wird auch bei Frauen ohne PCOS erfolgreich eingesetzt. Als Alternative wäre grundsätzlich Clomifen zu nennen. Dieses wird derzeit allerdings in Deutschland praktisch nicht mehr angeboten, sodass Letrozol heute meist die bevorzugte Substanz für eine milde Stimulation ist. Ich würde mir deshalb wegen der vorübergehend niedrigeren Östrogenspiegel unter Letrozol keine Sorgen machen. Entscheidend ist, dass der Follikel gut heranwächst – und genau das ist unter Letrozol in den allermeisten Fällen der Fall. Ich wünsche Ihnen für den bevorstehenden Zyklus von Herzen alles Gute und drücke Ihnen die Daumen, dass sich Ihr Kinderwunsch bald erfüllt. Herzliche Grüße Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger


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