Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Christoph Grewe:

Femoston 2/10 nach Totgeburt bei Kinderwunsch

Frage: Femoston 2/10 nach Totgeburt bei Kinderwunsch

steffo

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Hallo, meine Freundin (30 Jahre alt) hat Mitte Juni eine Totgeburt (im 6.Monat) gehabt. Seitdem hat sie keine Menstruation mehr. Schilddrüsenwerte usw. wurden genommen, alles ok. Logischerweise ist sie noch im Stress/Trauer. Seit einem Monat nimmt sie Mönchspfeffer, doch dieser wirkt noch nicht. Wir sind uns dessen bewusst, dass dieser länger eingenommen werden müsste, damit er überhaupt eine Wirkung entfalten könnte. Meine Freundin will jedoch nicht länger warten und hat, genauso wie ich, einen großen Kinderwunsch. Doch ohne Menstruation/Eisprung wird das ja nichts. Nun hat ihr die Frauenärztin Femoston 2/10 verschrieben. Ich habe hier im Forum und auch so im Internet schon etwas dazu gelesen, jedoch sind die Einträge alle schon älter. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass meine Freundin damit wieder (möglichst schnell) schwanger werden könnte? Haben Sie sonst vielleicht noch Tipps was Ich für sie/uns machen könnte? Außerdem eine weitere Frage zum Femoston: FEMOSTON enthält ja 2 Typen weiblicher Hormone, ein Östrogen, genannt Östradiol, und ein Gestagen, genannt Dydrogesteron. Normalerweise soll man erst 14 Tage das Östradiol und die nächsten 14 Tage das Dydrogesteron einnehmen. Würde es die Chance auf einen Eisprung erhöhren, wenn man nur das Östradiol einnimmt? Liebe Grüße und vielen Dank für Ihre Hilfe.


Dr. Christoph Grewe

Dr. Christoph Grewe

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Hallo, es tut mir sehr leid, dass Sie das erleben mussten. :( Im Anschluss an eine Fehlgeburt kann der Zyklus sicher über mehrere Monate gestört sein und dies ist generell erstmal kein Grund zur Sorge. Aus meiner Sicht wird Ihnen aber Femoston nicht bei Ihrem Kinderwunsch helfen. Einige Ärzte geben dies zwar gerne mal, ich halte davon aber nichts. Eine externe Zufuhr von Östrogen hemmt/unterdrückt die Reifung eines Follikels und wird Sie nicht wirklich weiterbringen. Aus meiner Sicht sollte die Ursache der ausbleibenden Blutung erforscht werden und dann sind Medikamente wir Letrozol, Clomifen oder FSH indiziert. Viele Grüße Christoph Grewe


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