Frage im Expertenforum Hebamme an Evi Bodman:

Kolostrum und Symphyse

Frage: Kolostrum und Symphyse

AnaHata

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Liebe Evi, ich bin derzeit in der 35 SSW. Ab wann kann / darf man Kolostrum sammeln? Wie häufig und lange macht man das? Friert man es dann gleich ein? Also wenn ich zweimal am Tag zB sammeln würde, friere ich dann zwei unterschiedliche Spritzen ein oder lagere ich eine bis zum zweiten Mal Sammeln im Kühlschrank und friere pro Tag ein Behältnis ein? Zudem habe ich seit ca. 2 Wochen starke Symphysenschmerzen und bin recht imobil. Kann da was kaputt gehen? Der Gyn meinte heute das sei normal, er könne mittels Ultraschall die Symphyse nicht ansehen. Richtig auf mich eingegangen ist er nicht. Und ich frag mich, wie ich normal entbinden soll, wenn ich jetzt schon kaum gehen, Treppen steigen etc. kann?! Darf ich dann trotzdem mit dem Epi-No üben, wenn es soweit ist?  Danke und alles Liebe


Evi Bodman

Evi Bodman

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Hallo liebe AnaHata, vielen Dank für deine Fragen.  1. Kolostrum sammeln (Abstillen): Du kannst so ab der 36. oder 37. SSW Kolostrum sammeln. Manche Frauen haben hier schon viel und können das einfach mit der Hand ausstreichen - andere nutzen tatsächlich eine Milchpumpe und nutzen diese so 1-2mal täglich für wenige Minuten. Wie viel hier kommt, ist sehr unterschiedlich. (daher bitte auch Stress gegen nutzen gut abwägen!). Das gewonnen Kolostrum in einer sterilen Spritze auffangen. Wenn es zwei Portionen an einem Tag sind zusammen, kannst du die zusammenmischen und dann gemeinsam einfrieren. (Also die erste Portion erst in den Kühlschrank legen, dann die zweite Menge auch eine Weile in den Kühlschrank und wenn beide kühl sind zusammenmischen und einfrieren. Oder einfach jede einzeln einfrieren, ist manchmal einfacher). Und mit Datum beschriften. Wichtig: Die Stimulation der Brust über gezieltes Ausstreichen udn vor allem Pumpen kann Vorwehen auslösen oder verstärken - deshalb damit nicht zu früh anfangen. Manche Körper reagieren da gar nicht groß drauf, andere sehr stark. Falls du im Anschluss deutliche Kontraktionen spürst sprich das bitte nochmal mit deiner Hebamme oder Gyn ab.  2. Symphysenschmerzen und Geburt: Symphysenlockerung ist leider keine Seltenheit und durchaus sehr unangenehm. Die Hormone (Relaxin) lockern das Gewebe maximal auf, damit das Baby durch das Becken passt. Das wird also Richtigung Geburt hin eher mehr. Es gibt stützende Bauchgurte die wirklich gut helfen. Die werden und um das Becken bezogen und stabilisieren quasi von außen. Kann dein Gyn dir verschreiben! Ansonsten immer auf gesunde Aufrichtung im Becken achten. (Beckenbodentraining kann auch helfen um das Becken von innen zu stabiliseren, aber auch hier arbeiten die Hormone etwas "gegen" dich) Immer auf beiden Beinen stehen. Gerade Belastungen wie Treppensteigen (einbeinig plus Kippung im Becken sind in der Regel am schlimmsten - vermeiden wo es geht). Da "geht jetzt nichts kaputt" - da musst du dir keine Sorgen machen. Es ist einfach "nur" sehr unangenehm.  Für die Geburt ist das in der Regel kein Hindernis, denn gerade Positionene wie Vierfüßler oder Knien, normales Stehen oder hängen am Seil sind ja gut möglich und entlasten diesen Bereich teilweise sogar. Informier die mal über Rebozo und wie man das für die Geburt (aber auch schon vorher nutzen kann. Mit Partner üben!). Gerade im Vierfüßler mit dem Tuch um den Bauch schafft das manchen Frauen super gut Entlastung.  Epi-No: Ja, du darfst/ kannst das Epi-No verwenden, wenn es schmerzfrei ist! Wenn das Einführen oder das Pumpen Schmerzen in der Symphyse verursacht, lass es weg oder reduziere den Druck. Es soll helfen, nicht schaden.  Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter. Meld dich gern, wenn du noch Fragen hast. Lieben Gruß, Hebamme Evi Bodman 💛


AnaHata

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Liebe Evi, Danke wie immer für deine ausführliche Auskunft.  Liebe Grüße 


AnaHata

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