Frage im Expertenforum Hebamme an Evi Bodman:

Hund zieht ruckartig an Leine

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Frage: Hund zieht ruckartig an Leine

Ekmi

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Hallo,  ich bin aktuell in der 34. SSW.  Ich war eben mit meinem Hund spazieren und eigentlich geht das auch immer alles gut. Nur heute habe ich einen Moment nicht aufgepasst, ich weiß nicht, was er gesehen hat. Ich hatte die Leine relativ lang (Flexileine) und er ist voll durchgestartet und ist in die Leine rein gelaufen. Es hat ordentlich geruckt und ich bin auch ein Stück hinterher gezogen worden. Gefallen bin ich aber nicht! Losgelassen habe ich nicht, daher habe ich den vollen Ruck abbekommen.  Es zog etwas im Bauch und jetzt im Nachhinein kann ich auch noch ein leichtes Ziehen im Bauch merken, richtig schmerzen tut es aber nicht! Meinen Sie, da kann etwas passiert sein? Ich wäre super dankbar für eine Rückmeldung! Liebe Grüße Imke 


Evi Bodman

Evi Bodman

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Hallo liebe Imke, ich verstehe gut, dass dich der Moment erschreckt hat. So ein plötzlicher Ruck mit Hund an der Leine kann sich heftig anfühlen. Aber so, wie du es beschreibst, klingt das zum Glück nicht nach etwas Gefährlichem für dein Baby. Ich denke, du brauchst dir keine Sorgen machen.  Wichtig ist: Du bist nicht gefallen, hattest keinen direkten Schlag auf den Bauch, keine Blutung, und das Ziehen war eher leicht. In der 34. SSW ist die Gebärmutter sehr gut gepolstert, und dein Baby liegt rundum geschützt. Auch ein kräftiger Zug an der Leine führt in aller Regel nicht zu einer Verletzung oder Plazentaablösung. Ein bisschen Ziehen ist nach so einer Anspannung normal, denn die Muskeln im Bauch reagieren häufig empfindlich, weil alles schon so gedehnt ist. Solange du keine anhaltenden Schmerzen, keine Blutung, keine regelmäßigen Wehen und keine Veränderung der Kindsbewegungen bemerkst, kannst du erstmal ganz beruhigt sein. Ich würde dir empfehlen, heute und morgen etwas langsamer zu machen und vor allem im Kopf entspannen. Deinem Baby geht es mit großer Wahrscheinlichkeit gut. 💛 Lieben Gruß, Hebamme Evi Bodman 


Ekmi

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Nochmal ein kleiner Nachtrag.  Also es sind nach wie vor keine Schmerzen, wenn vllt ein klitze kleines Ziehen. Gestern Abend auf dem Sofa (das mit meinem Hund war gestern Nachmittag bei der Gassirunde) hatte ich, wenn die Maus sich bewegt hat, was ich dann an entsprechenden Beulen bzw. harten Stellen, wo sie dann vermutlich grad lag, bemerkt habe, so ein Gefühl wie Kontraktionen (also wie ein ziehender Schmerz) bzw. Druck auf den Unterleib. Wenn sie sich wieder weg gedreht hat, hat dieses Gefühl auch gleich wieder nachgelassen.  Das Gefühl kenne ich aber schon seit einiger Zeit, dass immer, wenn sie sich bewegt bzw. Richtung Unterleib drückt, ein ziehender Schmerz eintritt. Also das ist kein neues Gefühl seit dem Vorfall mit meinem Hund gestern. Trat nur halt gestern mal wieder auf, was nun ja auch Zufall sein könnte.  Beim CTG konnte man vor 2 Wochen auch schon diese Kontraktionen leicht erkennen. Mein Arzt beruhigte mich aber und sagte, dies seien noch keine Wehen und diese Kontraktionen könnten schon mal in diesen Schwangerschaftswochen auftreten. Bin nun ja schon in der 34. Woche.    Eine Plazentaablösung ist aber durch die Situation mit dem Hund unwahrscheinlich, oder?  Also klar, er ist ziemlich in die Leine gesprungen und es hat auch ordentlich geruckt, aber ein bisschen was kann der Körper auch ab, oder? Blutungen waren natürlich auch keine.    Ich mache mir vermutlich viel zu viel Sorgen aber auch in den letzten Wochen will man ja, dass alles gut ist 🙏🏻 


FräuleinMond

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Ich bin zwar keine Hebamme und kann auch nur von mir berichten, aber normalerweise passiert bei sowas nichts. Dafür braucht es enorme Kräfte. Mich hat eins unserer Pferde (680kg) als ich schon ziemlich schwanger war Mal durch die Gegend gerissen, weil er sich erschrocken hat. Tat auch weh, gefallen bin ich nicht und passiert ist dabei auch nichts.  Für eine Plazentaablösung braucht es wirklich deutlich mehr Kräfte. Wenn du allerdings unsicher bist, Ruf beim Gyn an und frag ob du vorbei kommen kannst. Sonst macht man sich nur unnötig verrückt.  Einen schönen Endspurt wünsche ich dir :)


Evi Bodman

Evi Bodman

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Hallo nochmal liebe Imke, danke für deinen Nachtrag, das hilft sehr. So wie du es beschreibst, klingt das wirklich alles nach ganz normalen Übungs- und Senkwehen, wie jetzt in der 34. Woche völlig üblich sind. Viele Frauen spüren diese ziehenden oder drückenden Schmerzen genau dann, wenn das Baby sich nach unten dreht oder „gegenhält“. Ebenfalls üblich ist, dass das Gefühl sofort verschwindet, sobald dein Baby die Position ändert, spricht ganz eindeutig dafür. Und eine Plazentaablösung ist bei deiner Situation halte ich so aus der Entfernung für extrem unwahrscheinlich und auch dein Befinden passt nicht dazu. Dafür bräuchte es meist einen starken Sturz oder einen direkten Schlag auf den Bauch. Und dann zeigen sich anhaltende, starken Schmerzen, ein harter Bauch und fast immer eine Blutung. Du hattest keinen dieser Hinweise. Wenn die Bewegungen deiner Kleinen wie gewohnt sind und du dich sonst gut fühlst, kannst du wirklich entspannen. Und als Hebamme und Mama kann ich dir sagen: Du machst dir keine „unnötigen“ Sorgen - das ist absolut verständlich in den letzten Wochen. Aber medizinisch betrachtet wirkt hier alles stimmig und unauffällig. Meld dich gern, wenn sich etwas verändert oder du noch Fragen hast. Lieben Gruß, Hebamme Evi Bodman 


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