Babyboyiscoming
Sehr geehrte Damen und Herren, ich wende mich an Sie, weil ich momentan sehr verunsichert bin und Ihre fachliche Einschätzung mir enorm helfen würde. Ich bin aktuell in der 31. Schwangerschaftswoche und es ist meine erste Schwangerschaft – ich freue mich sehr auf mein Baby. Gleichzeitig fühle ich mich jedoch seit meinen letzten Vorsorgeuntersuchungen zunehmend angespannt und unsicher. Immer wieder bekomme ich Aussagen von meinem Arzt, die mich verunsichern, obwohl sich vieles im Nachhinein als unbedenklich herausstellt. Beispiele hierfür waren unter anderem eine „fast“ bestehende Toxoplasmose oder leicht veränderte Schilddrüsenwerte, die glücklicherweise nie bestätigt wurden. Beim letzten Termin (SSW 30+2) wurde zunächst eine Muttermundlänge von 2,3 cm gemessen, kurze Zeit später 2,9 cm. Mein Arzt äußerte, dass dies bedeuten könne, dass mein Baby eventuell früher kommen könnte, und riet mir zu Schonung, damit wir möglichst die 34. Woche erreichen. Andernfalls sei eine Lungenreifespritze notwendig. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich sehr bewusst bewegt: lange Spaziergänge, Brustschwimmen, Schwangerschaftsyoga, geburtsvorbereitende Übungen, Breathwork und Nervensystemregulation – all das hat mir unendlich gutgetan. Ich fühlte mich eng mit meinem Körper und meinem Baby verbunden. Seit der Empfehlung zur Schonung habe ich jedoch Angst, etwas falsch zu machen, und ich merke, wie sehr mich diese Unsicherheit psychisch belastet. Ich habe das Gefühl, meine bisherige, für mich sehr positive und stärkende Art, mich auf die Geburt vorzubereiten, nicht mehr ausüben zu dürfen. Meine private Hebamme schätzt die Muttermundlänge von 2,9 cm als unbedenklich ein, da mein Muttermund ohnehin etwas kürzer war, und ermutigt mich, alle Bewegungen fortzuführen, die mir guttun. Sie betont, dass mein Körper mir signalisiert, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Mein Arzt hingegen warnt, dass Veränderungen oft unbemerkt bleiben und es dann plötzlich zu einer Frühgeburt kommen kann. Ich würde mich sehr über Ihre Einschätzung freuen, wie Sie die Werte in meinem Fall beurteilen und welche Möglichkeiten es gibt, die Situation sowohl medizinisch sicher als auch für mich psychisch entlastend zu gestalten. Vielen Dank für Ihre Zeit und Unterstützung. Mit herzlichen Grüßen < 3 Vielleicht noch hinzuzufügen : Ich hatte bisher keinerlei Beschwerden, Schmerzen oder andere Auffälligkeiten.
Hallo liebe Babyboyiscoming, vielen Dank für deine Nachricht. Ich verstehe so gut, wie verunsichert dich diese Situation macht. Gerade in der ersten Schwangerschaft ist man ohnehin besonders aufmerksam - und wenn sich ärztliche Aussagen immer wieder als „vielleicht … könnte … eventuell …“ darstellen, bringt das viel (unnötige) Unruhe rein und es bleibt oft als Angst im Körper hängen, auch wenn am Ende alles unauffällig war. Du beschreibst ja selbst, dass es dir mit Bewegung, Yoga, Atemübungen und einem regulierten Nervensystem unglaublich gut ging und du dich gut in Verbindung gefühlt hast - und jetzt ist das ins Wanken geraten. Lass uns mal schauen, dass wir dich wieder etwas in die Ruhe und Verbindung zu deinem Körper und deinem Kind und ins Vertrauen holen können. Zu deinen Werten: Eine Muttermundlänge von 2,9 cm in der 31. Woche ist erstmal völlig unbedenklich, vor allem wenn du schon immer etwas kürzer vermessen wurdest und keinerlei Beschwerden oder vorzeitige Wehentätigkeit hast. Viele Frauen liegen um diese Zeit zwischen 2,5 und 3,5 cm, manche auch etwas mehr aber so Unterschiede sind ok. Wir sind ja auch nicht alle gleich groß und gleich schwer. Der kurzfristige Messwert von 2,3 cm kann eine Messungenauigkeit sein (das kommt leider wirklich häufig vor!), denn Muttermundlänge verändert sich nicht innerhalb weniger Minuten um fast einen Zentimeter. Für mich als Hebamme ist das Gesamtbild wichtig. Und daher ist hier auch entscheidend: Du hast keine Wehen, kein Druckgefühl nach unten, keine Schmerzen, keine Blutung, keinerlei andere Auffälligkeiten oder Beschwerden. Dein Körper zeigt dir also ein ganz ruhiges und gesundes Bild. Ich würde deiner Hebamme zustimmen: Ein Körper, der Richtung Frühgeburt arbeitet, zeigt das normalerweise deutlich. Mit Ziehen, Druck nach unten, häufigerem harten Bauch oder Veränderungen im Wohlbefinden. Das geht auch oft mit psychischer Belastung und viel Stress einher. Das ist bei dir nicht der Fall und dass dein Arzt schon jetzt über Lungenreifespritzen spricht, hat oft mehr mit (übertriebener) Vorsicht als mit echter Dringlichkeit zu tun. Über sowas kann man sprechen, wenn dein Befund sich deutlich verschlechtern würde, WTK dazukokmmt und du zur Überwachung in die KLinik kommst. Vorher macht das einfach nur unnötig Angst. Zumal eine Lungenreife uach einige Nachteile mit sich bringt und wohl überlegt sein sollte. Was du jetzt tun kannst, um dich sicher zu fühlen und wieder etwas mehr Ruhe zu finden: Höre auf deinen Körper und erlaube dir wieder die Bewegungen, die dir guttun. Schonung heißt nicht „nur noch liegen und Angst haben“, sondern einfach achtsam sein und keine Extrembelastung. Immer mal die Füße hochlegen, Atemübungen mache und vor allem dein Nervensystem beruhigen. Atme wieder in deinen Körper hinein, mach Yoga, spüre die Verbindung zu deinem Körper und deinem Baby. Dein Nervensystem darf und sollte sich beruhigen. Achte dabei auf typische Warnzeichen, aber solange alles ruhig bleibt, darfst du wirklich entspannen und vertrauen. Du bist ja jetzt eh alle 2 Wochen mit den Vorsorgeuntersuchungen dran. Sprich doch mal mit deiner Hebamme, ob die das mit dir vielleiht übernehmen kann. Und vielleicht ist es für dich gerade genau das Richtige, dich wieder in deine eigene Kraft, Ruhe und Verbindung zurückzubringen. Wenn du magst schau mal ein meinen Kurs „Entspannt schwanger“ rein. Der begleitet genau Frauen in solchen Situationen – wenn das Vertrauen ins eigene Gefühl manchmal ins Wanken geraten ist und man einen geschützten Rahmen braucht, um wieder bei sich anzukommen. Mehr Infos findest du hier: https://joyfulmama.de/entspannt-schwanger/ (Rabattcode: RUND_UMS_BABY) Ich würde sagen: Von dem, was du schilderst, wirkt hier alles stabil und unauffällig. Dein Körper zeigt für mich im Gesamtbild keine bedenklichen Frühgeburtstendenz. Durchatmen. Meld dich gern nochmal, wenn du noch Fragen hast. Lieben Gruß, Hebamme Evi Bodman 💛
Babyboyiscoming
Hallo liebe Evi, bei dir spürt man so sehr, dass du deine Berufung nicht nur gefunden hast, sondern sie auch aus tiefstem Herzen lebst. Das ist einfach wunderschön. Von Herzen danke ich dir für deine ausführliche Nachricht, die vielen Erklärungen und liebevollen Side Notes – sie haben mir unglaublich geholfen, wieder ganz in unsere gemeinsame Kraft zu kommen: die meines Babyboys und meine. Ich finde es so schade, dass Schwangerschaft und Geburt heute oft so missverstanden werden und vom sogenannten „Fachpersonal“, allen voran Ärzt:innen, häufig wie ein medizinischer Notfall behandelt werden. Dabei gerät völlig in Vergessenheit, welch unfassbares Wunder die Natur hier tagtäglich vollbringt – seit Millionen von Jahren, immer und immer wieder. Und dass dadurch leider vielen von uns Frauen unsere Intuition zunehmend abtrainiert wird, wir verunsichert werden, obwohl es doch ein ganz natürlicher, zutiefst körperlicher Prozess ist. Ich danke dir wirklich von Herzen. Auch für die Empfehlung deines Kurses – den werde ich mir gleich anschauen. Alles Liebe und eine wunderschöne Weihnachtszeit 🤍 Carina
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