Mitglied inaktiv
Guten Tag, warum gibt es in letzter Zeit so viele Frühchen? ich höre von fast jedem zweiten Kind im Bekanntenkreis, dass das Kind ein Frühchen war . Meins übrigens auch, 31.Woche? Ich habe gesund gelebt, rauche nicht, es gab keinen Grund. Wieso gibt es dann so viele??? Danke
Nein, die Zahl der Frühgeburten ist eigentlich überall in der Welt und seit vielen Jahrzehnten annähernd konstant: Ca. 1 % < 32 SSW Ca. 5 % 32-36 SSW Das ist aber erstaunlich genug, da ja eine Menge medizinisch unternommen wird zur Vermeidung der Frühgeburt. Zwei Aspekte sind allerdings wichtig: 1. Im Rahmen der Reproduktionsmedizin kommt es gehäuft zu Mehrlingsgeburten. Diese erfolgen häufig als Frühgeburt. 2. Auch Frühgeborene < 26 SSW werden heute als vollwertige Patienten angesehen und so behandelt, während man früher vielerorts den Standpunkt vertrat, dass eine Behandlung sinnlos sei und diese Geburtne als Totgeburtne erfolgten.
Mitglied inaktiv
Hallo, nun ob es wirklich so viel mehr Frühchen sind weiß ich nicht. Auf jeden Fall hört man als Betroffene viel genauer hin, man hat ein Gespür dafür und stößt fast automatisch auf andere Frühchen. Als ich noch nicht betroffen war, war das Thema Frühgeburt immer nur ein Randthema, aber nach der Geburt unserer zweiten Tochter in der 27+0SSW wendete sich das Blatt schlagartig...irgendwie sucht man immer nach einer Erklärung für das Geschehene, man sucht und tüftelt, schließt Sachen und Umstände aus...und letztendlich wird man es in den meisten Fällen wohl nicht herausfinden warum das Kind zu früh geboren ist. Aber die Antennen für Informationen sind immer, wenn auch manchmal ungewollt und unbemerkt, "geschaltet". Im Gegensatz zu früher überleben heute Dank der fortgeschrittenen Medizin die meisten Frühchen (auch die frühen Frühchen), allerdings eben nicht immer gesund. Früher sind sehr viele Frühgeborene und auch viele Mütter gestorben, da hat man damals nicht viel zu gesagt. Damals war es eben so, das man guter Hoffnung war, wenn die Schwangerschaft zu früh endete, bedeutete das in vielen Fällen das Ende, und über "das" wurde nicht gesprochen. Heute sieht das alles ganz anders aus, es wird den Eltern Gelegenheit gegeben, diese ganz wichtige Phase des Trauerns auszuleben und nicht zu verstecken. Ich habe nach einer Fehlgeburt auch erst erfahren, das es in unserer Familie schon öfter vorgekommen ist (meine Tante hat in der 20 SSW Drillinge verloren, eine andere im 3 Monat...alles in den 70er bis 80er Jahren). Auch über verstorbene Frühchen in unserer Familie wurde plötzlich geredet, aber erst nachdem es mir passiert war. Das Thema Frühgeburt ist heute ein medienwirksames Thema geworden, wie man anhand zahlreicher TV-Sendungen/Reportagen erkennen kann. Auch ist die Medizin heute soweit, dass man erkennen kann ob es dem Kind im Mutterleib oder vielleicht doch "draussen" besser geht. Wenn die Lage im Mutterleib zu bedrohlich wird (z.B. vorz. Plazentaablösung), dann kann eine Frühgeburt auch den Tod des Kindes verhindern. Manchmal ist auch der schlechte Gesundheitszustand der Mutter der zu diesem Schritt der frühen Entbindung strebt. Vielleicht sind es auch tatsächlich einen Menge mehr Frühchen die geboren werden, aber ich denke es sind auch viel mehr die überleben, eben weil die Versorgung nach der Geburt (in der BRD) in vielen Fällen wenigstens annähernd optimal ist. Liebe Grüße und alles Gute Kerstin und Laura (*15.12.00, 27+0SSW, schwere Folgeerkrankungen)
Mitglied inaktiv
hallo! ich selbst staune auch immer wieder, wieviele frühchen es in meiner bekanntschaft in letzer zeit gibt...doch neben dem aspekt, dass man als frühchenmama hellhöriger mit dem thema umgeht als eine unbedarfe mutter, hat die medizin doch einiges damit zu tun (im positiven sinn!) zum einen überleben heute mehr kinder als noch vor ein paar jahren... Ärzte Zeitung, 25.02.2004 "Jeden Tag kommen in Deutschland etwa 13 Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 750 und 1500 Gramm zur Welt. 0,6 Prozent der lebend geborenen Babys sind extreme Frühgeburten. In den 70er Jahren sind 90 Prozent dieser Kinder kurz nach der Geburt gestorben, heute ist das Verhältnis umgekehrt: 90 Prozent überleben, die meisten ohne schwere Schäden." http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/02/25/025a0801.asp?cat=/medizin/kinderkrankheiten zum anderen werden dank der engmaschigen routineuntersuchungen risikoschwangerschaften erkannt und die babys rechtzeigig geholt, ehe gefahr für mutter oder kind besteht. lg...barbara+valentina (14.08.2002,30.ssw,654g) http://members.aon.at/valentiger
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