Frage im Expertenforum Frühgeburt an Prof. Dr. med. Gerhard Jorch:

Wachstumsretadierung

Frage: Wachstumsretadierung

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Guten Tag, da wir momentan sehr am Boden sind, würden wir gerne Ihre Meinung zu unserem momentanen "Zustand" wissen. Ich bin nun Ende der 29. SSW und vor knapp zwei Wochen wurden wir wegen Waschtumsretadierung und auffälligem Doppler ins Krankenhaus überwiesen. Dort ergaben sich dann folgende Werte : BPD 63,3mm FOD 86,0 mm KU 234,5mm CM 6,7 mm TCD 28,9mm AQ 62,6mm AAP 54,6mm AU 184,1mm FL 44,1mm Gewicht: 650g A. uterina links Pl 1,61 Rl 0,71 A uterina rechts Pl 2,04 Rl 0.82 A Umbilicalis Pl 1,50 Rl 0,75 Diagnose: IUGR bei erhöhtem utero-Plazenta Widerstand Gestern wurden dann vom gleichen Prof im gleichen KH folgende Werte gemessen: BPD 65,7mm FOD 88,4mm KU 24,2mm AQ 60,9mm AAP 56,5mm AU 184,4mm FL 4,9mm Gewicht 752g A umbilicalis Pl 1,52 Rl 0,74 A cerebri media PL 2,59 Rl 0,89 TAMX 16,50 Vmax 48,0 positiv Diagnose: Kaum Abdomenwachstum Nächte Woche Freitag habe ich wieder einen Termin im KH.Bis dahin soll jetzt 2x die Woche zum CTG schreiben und die Leber und RR-Werte werden regelmäßig kontrolliert.NOCH ambulante Überwachung, mit möglichst viel Schonung und so oft es geht hinlegen. Nun unsere Fragen: Wie beurteilen Sie die Situation ? Reicht das an Kontrolle/ Maßnahmen ? Was können wir noch machen ? Müssen wir große Angst vor einer plötzlichen Unterversorgung haben (sodaß das Baby verhungert oder keinen Sauerstoff mehr bekommt) ? Wie lange meinen Sie, kann das Baby so noch durchkommen ? Hätte es jetzt schon gute Chancen als Frühchen (wir werden im AK Barmbek bei Prof. Hackelör betreut) Wlches Gewicht wäre "wünschenswert" zu "schaffen", damit es einen möglichst guten Start hat ? Kann es durch diese Unterversorgung auch zu geistigen Schäden kommen ? Vielen Dank für eine Beantwortung !!! Gruß, Nicole


Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

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Ich gebe Ihre Frage weiter an meinen Kollegen, Prof. Nieder, der als Geburtshelfer kompetenter ist.


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Ihre vielen Fragen, die Herr Prof. Jorch an mich weiter vermittelt hat, kann man in aller Kürze und aus der Ferne nur unvollständig beantworten. Die gute Nachricht ist, dass die Wachstumsverzögerung Ihres Kindes rechtzeitig erkannt worden ist und dass Sie von einem ausgewiesenen Spezialisten betreut werden. Auch scheint das Kind in dem Zeitraum zwischen den beiden Untersuchungen an Gewicht zugenommen zu haben. Sie sollten die empfohlenen engmaschigen Untersuchungen wahr nehmen, damit bei einer Gefährdung Ihres Kindes rechtzeitig reagiert werden kann. Meist geht es dann um die Frage, ob die "Lebensbedingungen" (Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff) für das Kind innerhalb (= Fortsetzung der Schwangerschaft) oder außerhalb der Gebärmutter (= Beendigung der Schw.schaft) besser sind, unabhängig vom Schwangerschaftsalter.


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