Frage im Expertenforum Frühgeburt an Prof. Dr. med. Gerhard Jorch:

Thromboseprophilaxe

Frage: Thromboseprophilaxe

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Meine freundin liegt nun seit 5 Wochen im Krankenhaus wegen frühzeitigen Wehen. Sie bekommt schon die ganze Zeit Wehenhemmer und Magnesium. Jetzt bekommt sie auch noch täglich eine Spritze Heparin zur Vorbeugung einer Thrombose. Wir haben gelesen, dass Heparin in der Schwangerschaft ziemlich oft zu Todgeburten und Behinderungen führt. Stimmt das oder ist das abhängig von Zeitraum und Schwangerschaftsstadium? Machen uns grosse Sorgen! Danke für Ihre Antworten


Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

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Aus welcher Quelle haben Sie diese Information? Ich weiß nur, das gerade Heparin zu den wenigen Medikamenten gehört, die in der Schwangerschaft ziemlich bedenkenlos angewandt werden können, da Heparin wegen seiner Molekülgröße nicht plazentagängig ist. Insbesondere sind keine Fehlbildungen durch Heparin beschrieben worden. Nur folgende Einschränkungen sind mir bekannt: - bei Fehlgeburtsneigung kann Heparin die Blutungen und somit die Fehlgeburtsneigung verstärken - bei der Geburt sind bzgl. Narkoseverfahren und Heparindosierung bestimmte Regeln zu beachten - bei mehrmonatiger Heparingabe besteht ein Osteoporoserisiko


Mitglied inaktiv

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Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe die gesamte Schwangerschaft Heparin spritzen müßen, ohne irgendwelche Auswirkungen. Eine Studie soll sogar belegen, dass bei Frauen mit bestimmten Gerinnungstörungen das Heparin sogar die Schwangerschaft unterstützt, es also zu weniger Aborten kommt, wenn ich das mal meinen Venenfacharzt glauben darf ;-)


Mitglied inaktiv

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Kann ich auch nicht sagen, dass man mir das gesagt hätte. Ich hab schon vor der SSW Heparin gespritzt und während der gesamten SSW mit ständige wachsender Einheitenzahl. Und es waren dann drei gesunde Kinder. LG Silke


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