Mitglied inaktiv
Hallo! Ich würde gerne wissen, wie ihre Erfahrungen bei rauchenden Müttern sind. Kann es wirklich sein, daß durch das rauchen das Gewicht um ein kg reduziert ist? Meine Kinder kamen beide als Mangelgeburt zur Welt (1810g, 36ssw/ 1630g, 34ssw). Die Dopplerwerte waren bis zum schluß optimal, aber ich habe bei beiden geraucht. Jetzt bin ich wieder schwanger und mein jetziges Baby ist bisher nur ein wenig zu klein, was wohl auch daran liegt, daß ich selbst nicht so groß bin. Kann es wirklich nur am rauchen gelegen haben, daß meine ersten Kinder so extrem klein waren, ohne daß es zusätzlich noch andere Gründe gab? Wie ist da Ihre Erfahrung? Liebe Grüße und vielen Dank Nina
Rauchen ist jedenfalls die häufigste Ursache für ein Mangelwachstum. Natürlich spielen Körpergröße der Mutter, andere genetische Faktoren, die Plazentaverhältnisse u.a. auch eine Rolle. Der Nikotineffekt ist sehr dosisabhängig, d.h. jede Zigarette weniger bessert das Wachstum. Nicht alle Kinder von Raucherinnen sind allerdings wachstumsgemindert. Die Empfindlichkeit gegenüber dem Rauchen scheint also im Einzelfall unterschiedlich zu sein. Besonders tragisch ist, dass durch Rauchen wachstumsgeminderte Säuglinge ein deutlich (bis zu 1:50) erhöhtes SIDS-Risiko haben.
Mitglied inaktiv
Hallo, wieviel rauchst du denn am Tag?? Bei Laura auf der Neo lag ein Kind, auch 34.SSW mit 1300g. Die Ärzte haben ewig nach einer Erklärung gesucht, warum das Kind so klein und leicht war. Auf die Frage ob sie denn geracuht hätte sagte die Mutter erst nein, und bis zum nächsten Tag war Ruhe. Dann kamen die Ergebnisse der Nachuntersuchung (die Plazenta war auch untersucht worden, um mögliche Hinweise zu finden). Die Ärzte kamen wieder und fragten sie noch einmal ob und wenn doch wieviel sie geraucht hätte. Sie räumte dann den "Genuß" von 3-5 Zigaretten tgl. ein, aber dann redeten die Ärzte tacheles und erklärten den Untersuchungsbefund: die Plazenta war schwarz, und konnte das Kind nicht mehr versorgen. Sie müßte mindestens 15 Zigaretten pro Tag geraucht haben, sie gab es nicht zu, aber als die Ärzte weg waren, fragte sie mich ob die Ärzte das wirklich sehen könnten!!?? Ihr armes kleines Würmchen lag da nun im Inkubator und mußte vieles ertragen, und das nur aus dem Grund das die Mama geraucht hat. Es ist nur deshalb unterentwickelt gewesen. Es tat der Mama (es war ihr 1. Kind) unendlich leid. Ein zweites mal würde sie das so nicht machen. Aber wenn ich lese das es bei Dir schon das dritte mal so anfängt, es ist so leichtsinnig, wie kann man so ein Risiko in Kauf nehmen??? Vielleicht sind die anderen beiden Kinder unbeschadet durchgekommen, aber es kann auch mal schief gehen, ist es das wert??? So eine Frühgeburt birgt immer eine Menge Gefahren, und glaube mir ich weiß wovon ich spreche (Tochter 27.SSW, nicht aus von mir mit verursachten Gründen zu früh geboren!), und man sollte doch während der Schwangerschaft ALLE Risiken minimieren. Ich möchte Dir dringend raten mit dem Rauchen aufzuhören (schon der Genuß einer einzigen Zigarette beeinflusst die Sauerstoffversorgung des Kindes drastisch!), wenigstens bis die Schwangerschaft zu Ende ist. Ein gesundes reifgeborenes Kind in den Armen zu halten ist das das Ziel! MfG Kerstin
Mitglied inaktiv
Hallo! Also anscheind hast Du meine Frage ein bißchen falsch verstanden. ja, ich habe bei den Kindern geraucht. Untschiedlich viel und auch mal ein paar Tage nicht, aber sicher über zehn Zigaretten am Tag so im Schnitt. Das sage ich hier so ganz offen und hab es auch beim Arzt oder im KH nicht verheimlicht. Warum ich das gemacht habe, kann ich selbst nicht beantworten. Es war ein Teufelskreis, das mag sich wie eine blöde Entschuldigung anhören, aber es ist einfach so. Man raucht sich eine, hat ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber und vielleicht noch eine Protion Angst da, und raucht sich dann noch eine um sich zu beruhigen. Klar hört sich das für Nichtraucher bescheuert an, ist es auch, aber wenn man in der Situation ist, kann man fast nicht anders. Zwischen den beiden Kinder war ich übrigens nochmal schwanger, da wollte ich es richtig machen und hörte auf zu rauchen. Trotzdem hatte ich dann in der 12 ssw eine Fehlgeburt, seitdem konnte ich nicth mehr aufhören, auch nicht bei der Folgeschwangerschaft mit meiner Tochter. Übrigens wurde bei mir immer die Versorgung kontrolliert per Dopplerultraschall, am Ende sogar zweimal wöchentlich, es war immer alles in Ordnung, also ging ich davon aus (oder wollte glauben), daß es andere Gründe dafür gab, daß die Kinder so klein waren. Z.B. sind wir selbst recht klein, war selbst bei der Geburt nur2700g leicht, obwohl ich übertragen wurde, mein Mann war ein Frühchen, mein mutter auch schon. Dachte also, daß es schon irgendwie in der Familie liegt. Jetzt rauche ich nicht mehr, oder um ehrlich zu sein, habe ich in den letzten 11 Wochen genau 3 Zigaretten geraucht. Deswegen mach ich mir aber keine Sorgen oder mach mir ein schlechtes GEwissen, daß wäre sicher schädlicher fürs Kind als die Kippen selbst. Hab sie auch nur geraucht, weil ich sie als Probepäckchen geschickt bekam, die restlichen wurden übrigens ins Klo befördert. Also nochmal, ich rauche seit der 19ssw nicht mehr. Das Baby jetzt ist laut Arzt nur eine woche zu klein, bei den anderen waren es jetzt schon vier wochen, es wiegt jetzt schon fast so viel wie meine Tochter in der 34ssw. Daher mach ich mir jetzt Gedanken, ob das rauchen doch mehr schuld an meinen kleinen Kindern hatte , als ich dachte . Liebe Grüße Nina
Mitglied inaktiv
Das schlimmste was ich gesehen habe, war ein 29SSW Baby das nur etwas über 400g gewogen hat, die Mutter war starke Raucherin.Ich dachte erst, es sei ein 22 SSW Baby.Ich habe erst später davon erfahren,als es an den Folgen verstorben ist. Es lag neben meinen Sohn im Perinatalzentrum. Seitdem habe ich kein Verständnis mehr für rauchende Schwangere...
Mitglied inaktiv
Hallo, ja klar ist Rauchen in vielen Fällen schuld daran. Auch wenn die Versorgung des Kindes zu Zeiten des Dopplers ok ist. Da raucht man ja auch gerade nicht. Ich denke wenn man die Doppleruntersuchung während des Rauchens machen würde, dann könnte man das vielleicht sogar auch sehen. Aber wenn man dann anschließend eine Zigarette raucht, geht die Sauerstoffversorgung drastisch zurück. und wenn zu wenig Sauerstoff da ist, dann ist keine gesunde Entwicklung mehr gewährleistet, und wenn dann immer wieder nachgeraucht wird....Auch wenn die Plazenta ok ist und noch gut versorgt, ohne das nötige O2 nützt das nicht viel. Die Organe des ungeborenen werden vorrangig möglichst gut versorgt, aber Größe und Gewicht bleiben auf der Strecke. Wenn zu stark geraucht wird, dann schafft es manchmal auch das Kind nicht mehr zu überleben. Übrigens ich hatte auch eine Fehlgeburt, ohne das ich geraucht habe (ich habe noch nie geraucht, unsere Tochter hat einen schweren Herz-Lungenschaden und bei uns im Haus wird niemals geraucht!)). Aber nun zu denken, weil man icht geraucht hat wäre es verloren...das ist glaub ich falsch. Fehlgeburten bis zur einschießlich 12. SSW gibt es relativ häufig. Und wenn die Schwangerschaft gesund und komplett angelegt ist, dann entwickelt sie sich auch weiter. Man sollte das Rauchen wie andere Risikofaktoren, wenigstens sobald man von der SS weiß einstellen, um der gesunden Entwicklung des Kindes optimalste Voraussetzungen zu gewähren. Ich hoffe Du schafft es weiter Rauchfrei zu bleiben, ich drücke Dir die Daumen, denn für Dich und Dein Kind ist es das BESTE. LG Kerstin
Mitglied inaktiv
Hallo Ich habe gerade eure Berichte gelesen und wollte mich kurz melden. Also ich bin auch Schwanger und Rauche, manchmal mehr manchmal weniger. Mein FA weis das seit Beginn meiner SS. Nun bin ich in der 34+5 ssw und alles sieht bis jetzt Prima aus. Mein kleiner Liegt völlig im guten Bereich mit seinem Gewicht 2200gr. Meine Plazenta ist etwas Verkalkt, kann vom Rauchen sein muss aber nicht. Man sagt das die kleinen einer rauchenden Mutter immer weniger Wiegen als sie sollten. Meine kollegin ist auch Schwanger in der 33 Woche und ihre kleine wiegt nur 1500gr. sie raucht nicht,kein alkohol u.s.w aber trotzdem ist sie so leicht(Plazenta IO). Es ist schwer zu sagen warum es manchmal so abweichungen gibt. Liebe Grüsse
Mitglied inaktiv
hallo , jede schwangere sollte versuchen das rauchen einzustellen oder zumindest stark zu reduzieren, ich selber habe am anfang der ss wo ich es noch nicht wusste 2schachteln geraucht als ich es in der 10ssw. erfahren habe habe ich mich auf 3halbe täglich reduziert als ich ins kkh kam rauchte ich wieder mehr (5-6halbe),die ärzte wussten das haben es zwar nicht befürwortet ,aber gesagt ich soll aufhören haben sie auch nicht lag wohl an meiner psychischen verfassung ich sollte es nur nicht übertreiben meine tochter kam dann in der 34ssw. mit 1950g und 43 cm . im kkh habe ich gestaunt wieviele frauen rauchen bestimmt 70-80% und jedes kind war anders mal klein mal gross mal dick oder dünn mal gräulich mal normal , jedes kind war anders ,wenn ich dachte es wäre ein raucherkind wars kein und umgedreht, ich denke eine garantie ist es nicht aber aufhören zu rauchenm in der ss ist allemal besser für kind und mutter . lg sandra
Mitglied inaktiv
Hallo, aber man kann fast alle Riskiofaktoren die als mögliche Ursache gelten ausschalten. Man möchte ein gesundes Kind und kann und muß auch einiges dafür tun. Wenn das Kind krank geboren wird, dann sind die Gesichter nämlich lang, doch dann kann man es nicht mehr rückgängig machen. Und zu den vermeidbaren Risiken gehört das Rauchen ganz bestimmt mit an vorderster Stelle. Es gibt natürlich auch noch andere Faktoren (auch wenn die Plazenta scheinbar i.O. ist) die dazu führen können, das das Kind zu klein und/oder zu leicht ist. Auch kann das kind einmal krank sein und sich daher nicht so gut entwicklen. Aber bekannte Faktoren die die Entwicklung eines gesunden Kindes beeinflussen, sollten, doch zumindest für die Zeit der Schwangerschaft eingestellt werden, vor allem dann, wenn das Kind auffällig wird. Ich denke ich bin auch durch den langen Aufenthalt auf einer neonatalen Intensivstation sehr geprägt worden. Da sieht man einiges und bekommt mit, wie die Kleinen die wirklich schuldlos da hineingeboren werden, sich über Monate mit den Folgen herumschlagen müssen...und es geht leider nicht immer gut aus. Wie gesagt, vielleicht bin ich auch zu geprägt durch diese Zeit, und durch den schweren gesundheitlichen Schaden den meine Tochter durch die frühe Geburt erlitten hat. Wenn ich dazu auch noch geraucht hätte, ich denke sie wäre heute nicht mehr am leben. Liebe Grüße und noch eine möglichst lange Schwangerschaft, vielleicht doch noch Rauchfrei?? Es ist zum Aufhören nie zu spät!!!! Kerstin
Mitglied inaktiv
Mein Kleiner wurde in der 31. Woche geboren. ich rauche nicht. Ich hätte alles dafür getan, dass er noch länger im Bauch hätte bleiben können. Da verstehe ich es nicht, dass man bewusst so ein Risiko eingeht. Und sicher ist es kein Geheimnis, dass Rauchen den Kindern schadet. So ein Baby ist hilflos im Bauch der Qualmerei ausgesetzt. Sorry, ich hab eh kein Verständnis fürs Rauchen. Es ist so was von belästigend wenn jemand einem ins Gesicht raucht und die Kleider stinken dann die Haare...total ekelhaft. Aber, wenn schon schwanger dann sollte man doch aufs Rauchen verzichten können. Entweder oder. Es ist einfach verantwortungslos gegenüber dem Kind. Und sich dann auch noch fragen, ob das sein kann, dass es vom Rauchen kommt... Kann man nicht 9 Monate darauf verzichten? Trotzdem alles Gute
Mitglied inaktiv
Hallo Nina, ich war auch starke Raucherin (40 Zigis am Tag). Als ich schwanger war, konnte ich leider nicht aufhören. Das ist wirklich nicht einfach. Ich habe aber diese ganz leichten R1 Minima geraucht. Diese sind 16mal so leicht, wie normale Zigaretten. Jedenfalls wog meine erste Tochter 3940 g und meine zweite 4960 g. Ich habe bei beiden diese leichten Zigis - jedoch leider sehr viel - geraucht. Nun bin ich zum dritten Mal schwanger und habe geschafft, im 3. Monat mit dem Rauchen Schluss zu machen. Ich bin froh, dass ich meine letzte Schwangerschaft einmal rauchfrei verbringen kann. Es ist ja auch ziemlich peinlich - schwanger und rauchen. Außerdem habe ich immer ein sehr mieses Gefühl dabei gehabt - und das ja auch zu Recht -. Ich kann nur jedem überhaupt raten, mit dem Rauchen Schluss zu machen. Wenn ich es geschafft habe, schafft es jede/r. Wir wollen doch noch lange unsere Kinder begleiten können. Ich kann hier den Stop-Smoking-Coach (findet man bei T-Online) empfehlen. Damit habe ich es geschafft, nachdem alles andere nicht gefunkt hat. Viel Glück. Ciao Claudia
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