Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Stefan Wirth:

mangelnder Appetit/nie selber Stuhlgang

Frage: mangelnder Appetit/nie selber Stuhlgang

Frühchenmami1985

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Guten Tag, ich bin Mama einer Frühchentochter. Sie ist in der 27+2 SSW geboren (780 g, 34 cm, 23 cm KU) und jetzt korrigierte 8 Wochen alt. An sich ist sie gesund. Schon zur Klinikzeit hatte unsere Tochter Probleme selbständig Stuhl abzusetzen, hier half nur regelmäßige Bauchmassage und anspülen. Sie bekam von Anfang Muttermilch und bis zur Entlassung 4 % FMS. Seit wir zu Hause sind, haben wir ständig mit Bauchschmerzen und Blähungen zu kämpfen-was sicher auch an der Erhöhung von Ferrosanol lag. Aktuell geben wir 2x 3 Tropfen täglich (in der Klinik nur 1 Tr.früh u.abend) Unsere Tochter hat in der Regel 1x/Woche Stuhlgang, welcher auch eher die Farbe und Konsistenz von Spinat hat. Seit ca 3 Wochen ist es so, dass immer wenn sie einige Tage keinen Stuhl entleert hat, fängt sie an die Flasche (mit Muttermilch) zu verweigern, bzw trinkt 3 Schlucke, presst dann wie verrückt, fängt manchmal sogar an zu weinen und zu schreien, wenn man dann versucht ihr die Flasche wieder anzubieten. In der Regel haben wir eine Tagestrinkmenge von 450-550 ml bei 6-7 Mahlzeiten. Aber in letzter Zeit brauchen wir manchmal 1 h mit der Fütterung, weil sie so Theater macht. Aktuell wiegt sie 3850 g, bei 51,5 cm und 36 cm KU. Sie nimmt schon stetig zu, aber die Trinkmenge hat sich seit 6 Wochen nicht gesteigert, obwohl sie größer wird. Wir massieren sie 2-3x täglich,Fliegergriff, Bauchlage, haben Sab simplex Tropfen probiert,Bigagia Tropfen,Cari Carvum Zäpfchen (helfen gut bei akuten Blähungen) und geben Movicol junior ( 1 ml pro Flasche/ 2x tgl). Ich bin es Leid ständig Hilfsmittelchen nutzen zu müssen, damit sie endlich Stuhlgang hat und mir tut es so leid, dass sie immer so leidet. Kann sowas auch organische Ursachen haben? Mir macht es nur Sorgen, dass sie jetzt schlechter trinkt. Was kann ich noch tun? Vielen Dank für Ihre Antwort.


Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Prof. Dr. med. Stefan Wirth

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Das Problem haben ja auch manche anderen Stillkinder, wenn die Muttermilch sehr gut ausgenutzt wird. Es erhebt sich schon die Frage, ob Sie nicht mal eine Säuglingsmilchnahrung geben wollen. Da sie ja absolut ein Alter von etwa 5 Monaten erreicht hat, könnten Sie auch kleine Mengen Beikost anfangen, ganz vorsichtig, etwas Kartoffelbrei z.B.. Das müsste man einfach ausprobieren. Da kommt es darauf an zu sehen, ob sie Interesse an Beikost hat. Die Korrektur ist bei der Fütterung nicht mehr so entscheidend, das bezieht sich mehr auf den Entwicklungsstand. Gruss S. Wirth


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