Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Stefan Wirth:

Erhöhter Calprotectinwert und evtl Reflux

Frage: Erhöhter Calprotectinwert und evtl Reflux

OliviaÖl

Beitrag melden

Lieber Professor Dr. Wirth, vielleicht erinnern Sie sich noch an uns, mein Sohn Oskar war 2016 bei Ihnen in der Klinik wegen komischer Zuckungen beim Essen, am Ende hat ihm das Medikament Antra gut geholfen, heute geht es ihm ohne Medikament sehr gut. Er hat dieses Jahr im Juli eine Schwester bekommen, sie ist jetzt 9 Wochen alt. Vollgestillt. Mit 2 Wochen hat es bei ihr begonnen, stark geblähter Bauch, grüne schleimige flüssige Stuhlgänge. Nach jeder Mahlzeit schreien bis zum erschöpften Einschlafen. Kinderarzt sagte 3 Monats Koliken, wegen guter Gewichtszunahme von 300g die Woche. Trinkverhalten alle 3 Stunden. Stuhlgang besserte sich nicht, wurde immer schlimmer, Kind weint nun schon während der Mahlzeiten. Trinkverhalten alle 3 Stunden, Zunahme da, aber nur noch 100 g pro Woche. Kinderarzt vermutet Milcheiweissallergie, ich sollte alles aus meiner Ernährung streichen und weiter stillen. Hab ich gemacht, trotzdem keine Besserung. Nun seit 3 Wochen unverändert. Kind hat immer schlimmere Schmerzen nach dem Trinken. Sie überstreckt sich jetzt auch nach hinten und ihr läuft Milch aus dem Mundwinkel. Im Prinzip das selbe Verhalten wie bei Oskar damals. Sie hustet auch oft ohne Erkältet zu sein und hat permanent Schluckauf. Es wurde eine Stuhlprobe weggeschickt, das Ergebnis kam heute per Post. Ihre Darmflora ist nicht ganz in Ordnung und sie hat einen Calprotectinwert von 330. Ein erhöhter Calprotectinwert deutet aber doch eher auf eine Entzündung oder einen Infekt hin und nicht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit?? Könnten ihre Probleme auch wieder auf einen Reflux hinweisen? Mein Kinderarzt ist noch bis Freitag im Urlaub, da werden wir uns dann auch wieder melden. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Hilfe und bitte entschuldigen Sie den langen Text. Liebe Grüße


Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Beitrag melden

Der Calprotectinwert ist nicht besorgniserregend, wenn auch etwas erhöht (Norm bei Säuglingen mindestens bis 100). Komisch finde ich, dass es jetzt zum zweiten Mal auftritt. Ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen, dass beide Kinder die Symptome aufgrund eines Refluxes haben sollen, dafür ist es doch zu ungewöhnlich. Die Frage ist, ob Sie mal eine HA-Nahrung zufüttern wollen, um zu sehen, ob es dann anders wird. Einen richtig guten Tipp habe ich auch nicht; das Calprotectin würde mich aber noch nicht beunruhigen, wenn letztlich die Gewichtszunahme stimmt. das muss man allerdings beobachten. Gruss S. Wirth


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo :)  es geht um meinen Sohn 6 Wochen alt.  er leidet unter starkem stillen reflux ihm kommt alle paar Minuten die Nahrung wieder hoch er schluckt diese aber Wieder runter ...  wir haben alles versucht er bekommt Alfamino wir dicken diese an mit Aptamil anfickungspuler aber es bjtbgt alles nichts .... er quält sich sehr damit ... was kö ...

Guten Tag, Mein Sohn ist 6 Monate alt und das Stillen ist seit einigen Wochen schwierig geworden. Er trinkt viel weniger, überstreckt seinen Körper und streckt auch den Kopf nach hinten, sobald er ein bisschen getrunken hat, es endet dann meist mit Schreien. Zudem spuckt er viel und im Liegen gibt er oft gequälte Geräusche von sich, hustet oder ...

Sehr geehrter Herr Dr. Enninger, wir haben eine lange Diagnostik- und Krankheits-Odyssee mit unserer Tochter (6) hinter uns. Nach mehreren Lungenentzündungen und Bronchitiden steht nun Verdacht auf RefluxAsthma und  Zöliakie im Raum. Die stationäre Magenspiegelung in der Kindergastroenterologie ist in 11 Tagen. Dort sollen auch ein Lungenrön ...

Sehr geehrter Herr Professor Radke,  unsere Tochter ist dreieinhalb Monate alt und schon seit Beginn ein Spuckbaby. Anfangs hat sie das Spucken nicht interessiert, doch mit der Zeit wurde sie immer unruhiger, schreit seit circa einem Monat abends viel, inzwischen auch tagsüber wenn sie spucken muss, überstreckt sich, trinkt sehr unruhig. Die gä ...

Guten Abend, kann Reflux beim Baby (11 Monate) bellenden Husten verursachen? Diesen hat er seit ungefähr 9-10 Monaten immer wieder. Bei der Kinderpneumologin waren wir und da wurde nichts gefunden. Asthma bronchiale wurde ausgeschlossen, weil das inhalieren mit Flutide mite 50 nichts gebracht hat.  Heute wurde bei der HNO eine Kehlkopf ...

Guten Tag, bei meinem Sohn 1 Jahr alt wird ein stiller Reflux vermutet (Husten, nachts weinend wach werden, geröteter Kehldeckel)...  Asthma wurde ausgeschlossen. Kann ich versuchsweise Gaviscon geben und wenn ja welches? Eine Diagnostik soll gemacht werden, allerdings ist es äußerst schwierig einen zeitnahen Termin zu bekommen.    ...

Sehr geehrter Herr Prof. Dr Wirth,  mein fast 5 Monate alter Sohn hat am Montag einen stillen Reflux diagsnostiziert bekommen. Wir leben momentan in den USA und benutzen eine Premilch auf Kuhmilch Basis. Ich stille ihn zusätzlich auch (leider habe  ich nicht genug Muttermilch um ihn satt zu bekommen).  der Kinderarzt hat ihm jetzt Famotidine v ...

Sehr geehrter Herr Dr. med. Wirth, hoffnungsvoll wende ich mich mit unserem Problem an Sie.  Unsere Zwillinge sind nun genau 3 Monate (13 Wochen und 1 Tag) alt. Die Schwangerschaft war sehr komplikationsreich mit 15 wöchigem Krankenhausaufenthalt und notfallcerclage, keim, frühzeitigen wehen, vorzeitigem Blasensprung, blasenentzündungen, nie ...

Hallo Herr Prof. Dr. Radke, unsere Tochter wurde vor 12 Wochen wegen Beckenendlage per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Seit sie ca. 3. Wochen alt ist, schreckt sie sowohl tagsüber als auch nachts Immer wieder aus dem Schlaf auf. Dabei verzieht sie das Gesicht, schmatzt, schluckt und weint auch manchmal. Anfangs hatten wir nur an Blähung ...

Guten Tag, ich möchte meine Tochter vorstellen, da ich große Sorge habe und das Gefühl habe, dass ihre Beschwerden bisher nicht ausreichend geklärt sind. Meine Tochter ist aktuell 11 Wochen alt. Seit etwa der 2. Lebenswoche bestehen bei ihr ausgeprägte Trinkprobleme. Zunächst verweigerte sie die Brust, verschluckte sich häufig und konnte nic ...