Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Zuviel an Nähe,...

Frage: Zuviel an Nähe,...

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Meine Tochter 2 Jahre geworden schläft noch bei uns im Schlafzimmer bzw. ihr Bettchen steht an unserem drann, sie kann sich also wenn sie will zu uns ins Bett legen. Unsere Kleine braucht extrem viel Körperkontakt, beim Einschlafen und auch Nachts wenn ich ins Bett komme, kuschelt sie sich ganz stark an mich (Kopf an Kopf) und schläft so. Nun wurde mir gesagt, das ich noch sehen werde wozu das führt, dass ich sie quasi nie aus dem Elternbett bekommen werde. Und das soviel Zärtlichkeit des guten zuviel wären. Was sagen Sie dazu? LG Nastasja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Nastasja, von zuviel Liebe und Nähe ist noch kein Kind zur Klette geworden. Eher liegen die Verhältnisse genau umgekehrt. Ein Kind, das um sein Geliebtwerden fürchten muß, hängt ganz stark an seinen Eltern und verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Denn es hat Angst, sie zu verlieren. Ein Kind, das sich hingegen der Liebe und Zuneigung seiner Eltern ganz sicher ist, kann ein starkes Selbstbewußtsein aufbauen und wird, wenn es soweit ist, ganz von sich aus auf (räumliche) Distanz zu seine Eltern gehen. Das geschieht aus Gründen der emotionalen und psychosozialen Entwicklung etwa zwischen 3 und 4 Jahren. Das ist ungefähr halb so lange wie bei unseren nächsten Artverwandten, den Menschenaffen! Viele Grüße


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