Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth! Meine Tochter (1o Wo) hat immer nur recht kurze Wachphasen (max.1h30min inkl. Trinkzeit), in denen sie jedoch aufmerksam und interessiert ist. Danach wird sie schnell quengelig und schläft wieder 2-3 Stunden. Ich habe den Eindruck, dass ihr nach dieser Zeit "einfach alles zuviel wird". Sie findet auch schlecht in den Schlaf, schläft tagsüber praktisch nur im Tragetuch, dort allerdings gut. Auch wenn ich sie irgendwohin mitnehme, schreit sie viel und lässt sich auch auf dem Arm kaum beruhigen. Abendliche Schreistunden gehören auch zu unserem Alltag. Wir bemühen uns um einen geregelten, "reizarmen" Tagesablauf. Meine Fragen: 1. Kann es sein, dass sie einfach Reize noch nicht so gut verarbeiten kann in ihrem Alter? 2. Sind die kurzen Wachphasen altersgerecht (Schlafzeit insgesamt ca. 17-18 Std. tägl.)? Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe und Ihre engagierte Arbeit in diesem Forum. K. Schwarz
Liebe K. Schwarz, bis 20 Stunden Schlafzeit im frühen Säuglingsalter gilt noch als normal. Da würde Ihre Tochter noch hinein passen. Es gibt tatsächlich Kinder, die mit zu vielen Reizen aus dem Umwelt besser umgehen können als andere. Das "Sich-abschirmen" von den Einwirkungen aus der Umwelt ist ein Mechanismus des Zentralnervensystems, der einer individuellen Veranlagung unterliegt. Man spricht auch von Irritabilität. So kann man mit den einen Säuglingen locker auf dem Markt einkaufen gehen, und sie schlafen dabei oder dösen ruhig vor sich hin, während die anderen schon bei einer höheren Geräuschkulisse unruhig werden oder zu schreien anfangen. Das kann man nur akzeptieren und sich danach so gut wie möglich richten. Bei regelmäßigen abendlichen Schreistunden sollte allerdings auch das Trimenonkolikproblem aufgeworfen werden. Denn dagegen gibt es einiges, was hilft (s. gezielter Suchlauf). Lassen Sie sich da nicht von der landläufigen Meinung verunsichern. Viele Grüße
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