Mitglied inaktiv
Hallo Herr Busse, Jakob ist 15 Monate alt und ein fröhliches Kind, das sich motorisch unaufällig entwickelt. Er hat die Lallphasen normal durchlaufen, sagt „Mama“, „Papa“ und „da“. Er liebt Guck-Guck-Spiele und wirkt insgesamt aufgeweckt, sein Sozialverhalten ist altersgerecht. Ein Hörtest war unauffällig. Aber Jakob ist verbal oft schwer ansprechbar, auf Aufforderungen reagiert er selten – er scheint oft gar nicht zuzuhören. Auf seinen Namen reagiert er meist, er hört jedes Papierrascheln - wenn er will. An seinen Blicken merke ich, dass er viele Begriffe kennt – die Namen seiner Geschwister, ein paar Spielsachen – aber gezielt abfragen lassen sie sich bei ihm kaum. Frage ich Jakob, wo seine Schwester ist, reagiert er nicht. Spreche ich diese jedoch mit ihrem Namen schaut, schaut er meist sofort zu ihr. Anscheinend kann er mit wo-Fragen nichts anfangen. Ist sein Wortverständnis noch zu schwach ausgeprägt? Jakob kann übrigens sehr konzentriert spielen. Danke u Grüße, Maren
Liebe Maren, vermutlich meinen Sie mich und nicht Dr. Busse. Aber die Antwort ist auch einfach. Kleinkinder reagieren oft nicht, wenn man sie auffordert etwas zu sagen oder zu tun. Das hängt mit ihrem frühen Bedürfnis nach Widerstand zusammen, das die Kinder entwickeln um ihren Willen durchzusetzen (s. gezielter Suchlauf "erster Wille" und "Widerstand bei Einjährigen"). Je häufiger man fragt oder das Kind auffordert, desto abweisender verhält es sich. Man muß also nur seine Ansprüche an das Kind, mehr zu sprechen, ein wenig zurückschrauben. Viele Grüße
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