Mitglied inaktiv
Hallo Herr Posth, mein Sohn (18 Mon.)will immer auf den Arm. Wenn ich ihn nicht gleich hochhebe, zerrt er an meinem Bein und schreit, bis mir nicht anderes übrig bleibt, als ihn hoch zu heben. Wenn wir draußen sind, ist es das gleiche. Kurze Wege,z. Bsp. zum Bäcker, gehe ich zu Fuß. Er soll dann auch laufen. Manchmal läuft er ein kleines Stück und dann stellt er sich wieder vor mich und jammert und zeigt mir, dass er hoch will. Auf dem Arm ist dann nichts mehr los. Ist das normal? Ich kann ihn doch nicht ständig tragen. Bekannte sagen schon, ich soll ihn auch mal jammern lassen. Was ich manchmal, wenn es wirklich gerade nicht bei mir geht, mache. Ist es vielleicht nur eine Phase? Was meinen Sie! Ansonsten ist er eigentlich ein ausgeglichener Junge, der sich schon eine ganze Zeit alleine beschäftigen kann, und dank Ihren Tipps so gut wie jede Nacht durch schläft.(Sogar in seinem Zimmer!) Vielen Dank für Ihre Antwort! MfG Sonja
Liebe Sonja, mit 1 1/2 Jahren erleben praktisch alle Kinder eine kurze Krise, die man in der Entwicklungspsychologie auch als die Wiederannäherungskrise bezeichnet, oder bezeichnet hatte (Magret Mahler). Gemeint ist damit folgender wichtige Entwicklungssprung im Selbstverständnis des Kindes: War es bis dahin in der eigenen Vorstellung noch weitgehend ein Teil seiner primären Bezugsperson, also zumeist der Mutter, wird ihm jetzt mit zunehmender Loslösung klar, daß es eine ganz eigenständige Person ist, und ein ganz eigenes Leben zu führen hat. Das zu spüren verunsichert viele Kinder und sie werden vorübergehend! wieder ziemlich anhänglich. Reagiert die Mutter darauf mit Verständnis, geht es bald in die richtige Richtung mit der Entwicklung weiter. Die Eltern merken es an dem gesteigerten Ichbewußtsein. Alles ist auf einmal "meins", der eigene Wille wird inszeniert und das richtige Trotzen beginnt. Ich vermute einmal, daß es bei Ihrem Sohn auch so ist. Nur nebenbei: längere Wegstrecken gezielt irgendwo hin zu gehen ist nicht Sache von Kindern. Da wird gebummelt und gemault, was das Zeug hält. Nehmen Sie doch einen Buggy. Viele Grüße
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