Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

wie reagieren?

Frage: wie reagieren?

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Hallo Herr Posth, meine Tochter (27 Monate) haut, beißt und schubst zur Zeit vermehrt andere Kinder, was ja immer mal wieder phasenweise vorkommt und dann auch wieder aufhört. Das Prinzip "sich entschuldigen" folgt bei ihr nach jeder "Attacke". Diesmal hört es aber leider nicht mehr auf und tritt v. a. in der Kita auf, so dass die Erzieherin (eine sehr nette u. einfühlsame Person) zweimal eher "drastische" Methoden angewendet hat: 1mal durch eine Auszeit im Bett und 1mal durfte sie nicht mit in den Garten. Es handelte sich jeweils nur um ganz kurze Auszeiten, damit sie sich beruhigt und sie durfte sofort wieder mitmachen. In der Regel wird sie abgelenkt und beschäftigt. Was kann ich machen, um die Situation zu entspannen? Soll ich sie das nächste Mal abholen aus der Kita? Zu Hause und auf dem Spielplatz ist ihr Verhalten wieder im normalen Bereich. Ansonsten ist sie sehr aufgeweckt, sehr temperamentvoll, spricht sehr gut, teilt alles mit allen und sehr beliebt. Danke, carl


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Lieber Carl, zunächst einmal ist eine "Auszeit" im Bett alles andere als eine gute Lösung. Wenn überhaupt "Auszeiten" oder soziales Trennen angewandt werden, dann immer überlegt und nie mit Bezug auf irgendwelche neutralen Zonen. Früher schickte man Kinder ins Bett, wenn sie sich schlecht benahmen, was zur Folge hatte, daß das Bett den Charakter einer Bestrafung erhielt. Genau das aber war nicht erwünscht. Zunächst einmal sollte sich die Erzieherin fragen, warum das aggressive Verhalten gerade in der Ki-ta auftritt. Es gibt zwei Gründe: erstens, Ihre Tochter geht nur notgedrungen in die Ki-ta und fühlt sich dort unaufgehoben und sozial überfordert. Zweitens in der Ki-ta selbst gibt es Spannungen unter den Kindern, die Ihre Tochter aushalten muß, aber nicht aushalten kann. Die Erzieherin selbst beschreiben Sie als liebevoll. So wird sie wahrscheinlich nicht zur Problematik Ihrer Tochter beitragen. Viele Grüße


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