Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Posth, Ich habe eine wichtige Frage bezüglich meines Sohnes (19 Monate alt) und hoffe das sie mich etwas beruhigen oder mir zumindest eine Erklärung geben können. Gestern ist folgendes passiert: Ich habe meinen Sohn schon um 7 Uhr zu einer Freundin bringen müssen, da ich einen Vorsorgetermin bezüglich einer neuen Schwangerschaft hatte. Mein Sohn ist dort eigentlich sehr gern, wobei er bisher immer nur für max. 2 Stunden da war (Ansonsten wird er natürlich in erster Linie von mir betreut). An diesem Tag musste er dann allerdings unvorhergesehen bis 13:30 Uhr da bleiben, da ich gleich ins Krankenhaus geschickt wurde, wo dann festgestellt worden ist das das ungeborene Baby keinen Herzschlag mehr hat. Als ich meinen Sohn dann wieder abgeholt habe, hatte ich eigentlich auch nicht den Eindruck das ihm der lange Aufenthalt dort etwas ausgemacht hatte. Allerdings war ich dann leider mit den Nerven so runter das ich es nicht verhindern konnte das ich öfters angefangen habe zu weinen, was dann auch leider mein Sohn mitbekommen hat und worüber er dann auch sichtlich erschrocken war. Nachmittags habe ich dann eingesehen das ich meinem Sohn so nicht gerecht werden konnte und habe ihn dann mit dem Babysitter auf den Spielplatz geschickt bis mein Mann nach Hause kam. Also wurde er den ganzen Tag von anderen Menschen betreut was er sonst natürlich nicht gewohnt ist. Nachts fing das Drama dann an. Er wachte ständig panisch schreiend auf, beruhgigte sich immer nur sehr schwer und 5 Minuten später gings dann wieder los. Ich habe das natürlich auf die vielen Eindrücke geschoben die er an diesem Tag hatte. Aber was mich daran wirklich erschreckt hat war die Tatsache das er sich von mir nicht beruhigen lassen wollte, sondern nur von meinem Mann! Wenn ich ihn anfassen wollte ist er fast panisch zurück gezuckt und wenn ich ihm die Hand halten wollte, was er sonst immer will, hat er meine Hand einfach wieder weggeschlagen! Was ist nur mit ihm los? Liegt es an der Fremdbetreuung den ganzen Tag oder weil ich geweint habe? Heute morgen ist aber scheinbar alles wieder in Ordnung. Ist das eine einmalige Sache oder habe ich sein Vertrauen zu mir kaputt gemacht? Vielen Dank im Voraus und entschuldigen Sie bitte den langen Text Susanne
Liebe Susanne, zunächst, was ist mit dem Baby? War es vielleicht nur ein Sonographiefehler? In der wievielten Woche sind Sie schwanger? Ich hoffe, daß es "nur" Fehlmessungen gewesen sind. Zu Ihrem Sohn: Der war natürlich durch die ganze Aufregung sehr irritiert und kann jetzt mit seinen 19 Monaten erste Empathie zeigen. Es ist das Unglück der Kinder, daß sie in ihrer gesteigerten Selbstsicht auch immer meinen, Verursacher von allem zu sein. In der Nacht, als diese Gefühle in ihm hochkamen, hat er offensichtlich eine "vermeidende Haltung" eingenommen, d.h. sich von Ihnen abgewandt, und sich ganz in die Loslösung hinein begeben. Daher das starke Bedürfnis nach dem Vater. Offenbar sah er sich der Belastung nicht anders gewachsen. Das relativiert sich aber wieder, sobald Ruhe eingekehrt ist und zu Hause wieder alles wie gewohnt abläuft. Am liebsten sehen es die Kinder, daß ihre Eltern immer stark und souverän erscheinen, was natürlich nicht geht. Ganz ohne Konflikte geht es eben nicht. Das liegt in der Dynamik der Natur und der menschlichen Gesellschaft. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, es tut mir leid was du erlebt hast und mitmachen musst! Doch für deinen Sohn ist das sehr undurchsichtig und, du kannst es ihm nicht erkllären weil er davon noch garnichts versteht. ABer Ich würde ihm dennoch sagen,dass esdir nicht so besonders ging gestern (und das find ich auch hinterher noch wichtig!!!) Besser natürlich noch in der Situation. Sag ihm dass es dir leid tut und du ein Aua hattest und nun du versuchst dass alles wieder gut wird! Er wird an der Tonlage und an der Ernsthaftigkeit erfahren dass es was wichtiges ist und er wird sich nicht schuldig fühlen an deinem Verhalten! Und das hat er vielleicht, weil er sich nachmittags "abgeschoben und verstossen fühlte??? ICH WEISS ES NICHT UND CIH WILL HIER AUCH NICHT ALZU VIEL INTERÜPRETIEREN doch überleg doch mal von seiten deines Sohnens aus!! Liebe Grße und ganz viel Kraft Tanja