Mitglied inaktiv
Bisher habe die Methode der "Auszeit" bei meiner Tochter noch nie angewendet, da sie mir nicht richtig erschien, und auch nicht notwendig war. Sollte jedoch irgendwann die Notwendigkeit auftauchen eine "Auszeit" geben zu müssen, stellt sich mir die Frage: Auf was muß ich achten, dass es keine "Auszeit" ala Triple P wird? Wo liegen genau die Unterschiede? Ist es nur der "Prangercharakter" bei Triple P oder gibt es weitere Unterschiede? Mir ist der Unterschied noch nicht ganz klar geworden. Wie sieht der "optimale" Ablauf für das Kind aus?
Hallo, Sie haben völlig Recht mit Ihrer Frage, denn auf den ersten Blick sind die Auszeit und der "stille Stuhl" etc. ganz ähnliche Eingriffe in die Selbstbestimmung des Kindes. Der Unterschied liegt in den Gesamtumständen. Während der "stille Stuhl" ein wohlkalkuliertes, verhaltenspsychologisch basiertes Programm zur Verhaltensregulierung des Kindes ist, ist die Auszeit eine emotional aufgeladene Reaktion der Bezugsperson auf ihre Überforderung in der Situation. Faktisch besteht der Unterschied darin, daß die Dauer der Auszeit einzig vom Kind bestimmt wird und keinem Erziehungszweck im eigentlichen Sinne dient, sondern der "Abreaktion" der Gemüter. Danach gibt es die sofortige emotionale Wiedervereinigung. Im Übrigen steht die Ausszeit immer am Ende einer Skala von anderen Äußerungen der Bezugsperson zur Lenkung der kindlichen Verhaltens (Drohen-Schimpfen-soziales Trennen/Ausszeit). D.h. das Kind hat mehrere Möglichkeiten, sein Verhalten rechtzeitig zu korrigieren und die Auszeit damit zu verhindern. Viele Grüße
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