Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, unser Kleiner (4,5 Jahre) hat Probleme mit der Wahrnehmung, woher kommt denn das? Die Diagnose lautete vestibuläre und prioperzeptive Wahrnehmungsstörung. "Verwächst" sich das mit der Zeit und wie können wir ihn unterstützen? Danke und viele Grüße Tina
Liebe Tina, an den Begriff Wahrnehmungsstörung knüpft sich heutzutage eine riesige Diskussion darüber, ob es das so, wie behauptet überhaupt gibt, und wie das Phänomen, wenn es tatsächlich nachweisbar ist, sinnvoll behandelt werden kann. Vestibulär und propriozeptiv meint, daß das Muskelzusammenspiel in Verbindung mit dem Gleichgewichtssinn nicht ausgereift ist und den Ansprüchen einer ausgefeilten Bewegung genügt. Ein solches Kind ist einfach nur ungeschickt und vielleicht etwas tolpatschig in seine Aktionen. Mit gechickten Spielanordnungen und/oder viel Üben von Balancieren, Klettern, Springen, Tanzen usw. kann man seinem Kind schon selbst sehr viel Gelegenheit geben, sich permanent zu verbessern. Auch das Rädchenfahren ohne Stützräder, das flinke Rollerfahren oder das Schaukeln ohne Anstoß gehört in diesen Bereich. Also fangen Sie bald an mit diesen Unternehmungen. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo Tina, ich habe eine Elterngruppe von Eltern, die wahrnehmungsgestörte Kinder haben. Woher das kommt, wissen die wenigsten, es kann durch Einflüsse während der Schwangerschaft kommen oder vererbt sein, das ist aber gar nicht so sehr der Punkt. Wichtig ist, dass die Kinder Hilfe bekommen, eine geeignete Diagnostik (Kinderarzt und Spezialisten) und Therapien. Zuhause unterstützen kann man durch kneten, turnen, viel bewegen, singen, ganz alltägliche Dinge, die diese Kinder nur intensiver brauchen. Liebe Grüße
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