Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth! Ich habe eine Frage zu meinem Sohn (3J,1Mo). Er nimmt nachts einen Schnuller, jedoch möchte er tagsüber auch öfter schnullern. Vor ein paar Monaten brauchte er tagsüber keinen Schnuller, jetzt fragt er öfter danach, insbesondere wenn er schlecht gelaunt ist, seine Wünsche (z.B. nach Fernsehn) nicht erfüllt bekommt. Mein Eindruck ist, dass es mehr wird und ich frage mich, ob es entwicklungsgerecht ist. Mit Absprachen („im Auto darfst du noch den S., wenn wir angekommen sind, möchte ich ihn wieder“) klappt es einigermaßen, aber auch nicht immer. Ich habe Bedenken, dass er fühlt, dass es nicht „richtig ist“, einen Schnuller zu haben und ich ihm so zeige, „nicht richtig zu sein“. Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine. Was soll ich Ihrer Meinung nach tun? Und ist es „normal“, dass er sich jetzt so verhält? Lg norgehei
Hallo, der Schnuller dient den Kleinkindern als sog. Übergangsobjekt (Suchlauf!). Er wird besonders dann verstärkt benutzt, wenn es dem Kind nicht gut geht, oder ihm etwas zuwider läuft. So scheint es ja auch bei Ihrem Sohn zu sein. Das "alte Saugen" bringt auch jetzt noch dem Kind Spannungsabfuhr. Das ist einerseits gut. Andererseits bleibt das Kind auch von diesem Prinzip dann abhängig. Daher ist es schon sinnvoll, mit etwa 4 Jahren, eine gesunde Selbstentwicklung vorausgesetzt, die Geschichte mit der Schnullerfee durchzuziehen. So würde ich es auch in Ihrem Fall empfehlen. Viele Grüße
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