Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verhalten

Frage: Verhalten

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Hallo mein Sohn ist letzte Woche 6 Jahre alt geworden und hat sich nun sehr verändert. Er ist aggressiv gegenüber seiner Schwester (4 J.) und nässt und kotet seit 3 Tagen wieder ein. Laut ihm und Kiga ist alles ok und auch zuhause gibt es keine Veränderungen, außer seinem Verhalten; allerdings war seine Schulanmeldung und er war aufgeregt Vor etwa einem Jahr hatten wir eine ähnliche Situation und nach wochenlangem Rätselraten kam heraus, dass es im Kindergarten zu üblen Machtkämpfen zwischen den Kindern kam und mein Sohn darunter gelitten hat (er hat aber auch mitgemacht). Eigentlich müsste ich in dieser Situation mittlerweile gelassen sein, weil sie immer dann auftritt, wenn mein Sohn in irgendetwas unsicher ist und je nachdem wie schnell wir rausfinden was es ist, ist die Welt auch wieder in Ordnung. Allerdings finde ich ein solches Verhalten bei Problemen doch extrem. Ist so etwas noch im Rahmen oder doch grenzverletzend wie es seine Erzieherin genannt hat? Danke Ulli


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Ulli, eben hat sich einmal kurz mein PC verabschiedet, daher die Beantwortung Ihrer Frage zuletzt. Also aggressive und regressive Reaktionsweisen gehören zum normalen Verhaltensrepertoire von Kindern, wenn sie in innere Bedrängnis geraten sind. Allerdings sind die Adressaten meist nicht die Verursacher, sondern die Hauptbezugspersonen. Ich glaube, das wird in der Kinderpsychologie häufig nicht richtig verstanden. Einnässen und Einkoten übersteigt aber das Normale daran und zeugt davon, das ganz grunsätzlich irgendetwas in der Entwicklung nicht stimmt. Sicher ist es gut, wenn Sie die Ursache dieser Störungen herausfinden und auch abstellen. Aber derart provozierende Akte der Aggression bedürfen immer einer grundsätzlichen Abklärung und Behandlung, sonst gibts es demnächst u.U. Probleme in der Schule, wo ja eine hohe Anpassungsleistung gefordert wird. Wenden Sie sich dazu bitte an eine Beratungsstelle für Erziehungshilfe, wie es sie kostenlos in allen größeren Gemeinden und Städten gibt. Viele Grüße


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