Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, das Verhalten meines Sohnes (28 monate)irritiert mich manchmal. Zuhause und bei ihm GUT bekannten Menschen ist er völlig gelöst, witzig, gesprächig und auch schon mal ziemlich frech. In seiner Entwicklung ist er sehr weit und ich denke, dass er seinem Papa und mir gegenüber eine sehr stabile Bindung hat. Nur sein Verhalten Fremden und auch nicht fremden Leuten, die wir aber nicht soo oft sehen gegenüber ist irgendwie sehr zurückhaltend. Er guckt auf den Boden, reagiert gar nicht, tut als ob er nichts hört... In der Krabbelgruppe ist er genau so, er macht nichts mit, reagiert nicht auf Ansprache von anderen usw. Die anderen Mamas halten ihn schon für zurückgeblieben und versuchen gar nicht mehr, ihn anzusprechen. Wie kommt sowas? Er ist sehr oft mit anderen Kindern/Erwachsenen zusammen und auch die Loslösung hat bisher gut geklappt. Wir erziehen übrigens im Sinne dieses Forums. Vielen lieben Dank Sonja
Liebe Sonja, einmal vorausgesetzt, daß die Loslösung wirklich gut vorangekommen ist, dann trifft das zunächst ja offensichtlich nur auf den ihm vertrauten Raum zu. Sobald echte Fremde auftritt, bzw. ihm gänzlich unbekannte Personen begegnen (auch Kinder?), dann versagt sein bisher erworbenens Selbstbewußtsein. Man könnte nun vermuten, Ihr Sohn sei von Natur aus ein vorsichtiger, skeptischer Mensch, der zudem etwas ängstlich veranlagt ist. Dann müßten sie mit ihm geduldig verfahren und dafür sorgen, daß sein Selbstbewußtsein weiter wächst (Stichwort Selbstbewußtsein, s. Suchlauf). Denkbar wäre aber auch, daß die relativ frühe Fremdbetreuung eine Art Entwicklungshemmung diesbezüglich hervorgerufen hat. War die Ablösung denn sanft und auf eine Ersatzbezugsperson bezogen? Vielleicht schreiben Sie noch einmal. Viele Grüße
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