Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verändertes Verhalten nach KKH

Frage: Verändertes Verhalten nach KKH

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Hallo, unser Sohn, 3 1/2 Jahre, mußte vor ein paar Wochen ganz plötzlich für fünf Tage in die Kinderklinik. Der Papa war die ganze Zeit bei ihm, da ich noch ein Baby zu versorgen (und zu stillen) habe. Unser Großer ist es gewohnt, mit dem Papa zu schlafen und die KKH-Zeit hat prima geklappt. Nur danach mußten auf einmal Dinge, die schon lange (seit Geburt des Brüderchens, 1 Jahr alt) der Papa übernommen hatte, plötzlich wieder von mir gemacht werden. Und eine Weile wollte der "Genesende" unbedingt gefüttert werden, Sachen gemacht bekommen, die er eigentlich längst selber kann. Mittlerweile ist er wieder "ganz normal" wie vor dem KKH. Sind solche kurzzeitigen Rückschritte als Folge einer solchen "Extremsituation" in diesem Kleinkindalter als normal zu betrachten? Wie geht man damit am besten um? Läßt man den "Rückschritt" ohne großes Aufhebens zu, auf daß es sich von selber wieder gibt, oder müßte man aktiv dagegen angehen? Danke und Grüße von Silke


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Silke, ja, solche Reaktionen nach seelischen Irritationen als vorübergehende Entwicklungsrückschritte sind vollkommen normal und lösen sich nach einer gewissen Zeit von alleine in Luft auf. In der Kinderpsychologie bezeichnet man solche Reaktionen als Regression, was soviel bedeutet wie Versuch eines Selbstheilungsprozesses. Je besser und bereitwilliger man als Eltern diesen Schritt mit vollzieht, desto erfolgreicher ist das Kind in seinem Tun. Die Art der Regression hängt vom Entwicklungsstadium des Kindes ab, ihre Intensität und Dauer von der Schwere des Traumas. Viele Grüße


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