Mitglied inaktiv
lieber herr dr. posth! mein mann möchte gerne die beiden "vätermonate" nehmen, wenn unsere tochter ein jahr alt ist. er verbringt jetzt schon viel zeit mit ihr und kümmert sich sehr liebevoll um sie. in dieser zeit würde ich dann vormittags zum arbeiten gehen. ist das so in ordnung für unsere tochter? anschließend würde ich dann nur noch 8 stunden in der woche arbeiten gehen und die oma sich um die kleine kümmern (wohnt nebenan und betreut von anfang an mit). was halten sie von dieser lösung?vielen dank für ihre hilfe!
Hallo, grundsätzlich begrüße ich das Konzept der Vätermonate, obwohl es psychologisch etwas unbeholfen wirkt. Ich vermute aber einmal, daß die an sich lobenswerte Absicht der Familienministerin, die Väter mit ins "Erziehungsboot" zu holen, eine ausgedehntere Väterzeit aus politischen Gründen nicht zuließ. Was ich aber an all dem kritisiere, ist die fehlende entwicklungspsychologische Untermauerung des gesamtes Konzeptes. Die Grundsätze Bindung und Loslösung spielen in den Köpfen der Politiker überhaupt keine Rolle, es geht ihnen nur um ein gesellschaftspolitisches Konzept, welches im Moment gut in die soziale und ökonomische Landschaft paßt. Aber das sollte Sie nicht bekümmern. So, wie Sie es vorhaben, ist es erst einmal gut und wenn die Großmutter als Ersatzbezugsperson von ihrer Tochter anerkannt ist, dann kann sie den väterlichen Part im Anschluß sicher übernehmen. Viele Grüße
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