Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Unausgeglichenes Kleinkind

Frage: Unausgeglichenes Kleinkind

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Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn ist 3,7 Jahre ist eigentlich ein liebes Kind, er geht gern in den Kiga (mit sanfter Eingewöhnung) ist dort sehr beliebt bei Erzieherinnen und Kindern, fügt sich dort anstandslos den Regeln und ist leicht zu händeln. Zu Hause sieht das etwas anders aus, er ist äußerst unausgeglichen, quängelt viel, gute Laune kann schnell umschlagen in Unmut durch Kleinigkeiten, die ihm gegen den Strich gehen. Wir brauchen momentan ganz starke Nerven um mit ihm umzugehen. Liegt das einfach nur am Alter? Wir achten sehr auf seine Bedürfnisse, vielleicht auch zu viel. Danke Mandy


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Mandy, zuviel achtet man nur dann auf die Bedürfnisse seines Kindes, wenn man auf jeden kliensten Wunsch hin ein Maximum an Erfüllung folgen läßt. Das wäre in der Tat unklug. Denn das Kind geht in seinem Wunschverhalten immer so weit wie es bei seinen Eltern gelangt. D.h. gibt man ständig nach, geht es im Wünschen permanent weiter. Schließlich wird das Wünschen auch dem Kind zur Qual, da es ja bereits alles bekommen hat, und dann ist es übersättigt, unzufrieden und nörgelig. Anders gesagt, auch in der Entbehrung entwickelt sich Zufriedenheit. Ich weiß aber nicht, ob Sie das überhaupt meinen. Vielleicht ist Ihr Sohn auch nur nach außen sehr angepaßt und zu Hause bei seinen Eltern äußert er dann sein Konfliktpotenzial. Viele Grüße


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