Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Übertriebene Sorgen??

Frage: Übertriebene Sorgen??

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Sg Dr. Posth, ich habe heute mal ein etwas anderes Anliegen.Eigentlich geht es um mich als Mutter.Ich habe eine Tochter,14 M. alt und ich bin ständig in Sorge bzgl ihrer seelischen Entwicklung etwas falsch zu machen.Läuft ein Tag mal nicht so gut und ich war genervt ihr gegenüber(sehr selten),fühle ich mich als hätte ich einen nicht wiedergutzumachenden Schaden angerichtet.Oder auch wenn ich sie nicht vor Fremden schützen kann (z.B. Impfen) fühle ich mich schlecht.Vor der letzten Impfung habe ich mich schon Tage vorher gesorgt welchen seelischen "Schaden" dass bei ihr anrichten könnte.In wieweit schaden solche einzelnen schlechten Erf. tats.? Meine T. ist ein ausgeglichenes,ausgesprochen fröhliches Kind,ganz normale Fremdelphasen,mußte nie schreien,schläft im Elternschlz,wurde viel getragen,wird haupts. von mir betreut,Bezpers. m.Mann und Oma.Dennoch mache ich mich mit der Sorge um ihre seelische Entwicklung verrückt.Ich danke ihnen im voraus für ihren Rat/ihre Worte. VG Jessi


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Resilienz Liebe Jessi(ca?), ob sich ein Kind seelisch völlig unbeeinträchtigt entwickelt oder nicht hängt von vielen Faktoren ab, auch solchen, die Sie das Mutter nicht in der Hand haben oder ausreichend beeinflussen können. Was das angeht, müssen Sie auf die angeborenen Widerstandsfaktoren des Kindes (des Menschen) vertrauen, die sog. Resilienz, und auf den Schutz, den Sie durch sichere Bindung und gelungene Loslösung Ihrem Kind mit auf den Weg geben. Aber wie auch der Körper ständig von Krankheiten herausgefordert wird, wird es die Seele durch die mehr oder weniger ungünstigen Lebensumstände. Einen kompletten Schutz gibt es nicht, auch nicht, wenn die Eltern wirklich alles tun und perfekte Eltern sind. Aber Kinder, die engagiert und einsatzbereite Eltern haben, haben ein großes Plus für die Entwicklung ihres Selbst, für ihre Persönlichkeit und für ihr ganzes späteres Leben. Ich glaube, niemand würde das bestreiten, nicht einmal die ausgefuchsten Antipsychologen. Zu den Herausforderungen, die unvermeidbar sind, gehören auch die Affektentladungen der Bezugspersonen, wenn sie zu sehr genervt und gestresst sind, aber auch die eigenen körperlichen Schwächen, die Krankheiten und ebenso auch die Impfungen, die durchzuführen sinnvoll sind. Damit werden die Kinder aber fertig, wenn die Begleitumstände verträglich sind. Das müssen Eltern aber auch Ärzte!! wissen. Alle Eltern sollten sich nach solchen Ärzten umsehen, die diesbzüglich ihr Handwerk verstehen. Sie als Mutter dürfen jedenfalls Ihren Schutzauftrag nicht gegen sinnvolle medizinische Maßnahmen einsetzen. Bei einer solchen Krankheit, vor der geschützt wird, können Sie Ihr Kind ja auch nicht mehr schützen. Daran sollten Sie denken. Viele Grüße


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