Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schalfstörungen etc.

Frage: Schalfstörungen etc.

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Unser Sohn (18 Mon.) hat Schlafstörungen. Ich kann die Nächte an 2 Händen abzählen, in denen er durchgeschlafen hat. Oft braucht er nur einen Schnuller, aber immer wieder lässt er sich nicht beruhigen, bis ich ihn mit ins Bett nehme. In der nächsten Nacht hat er sich das bereits gemerkt, und am übernächsten Abend will er erst gar nicht im eigenen Bett einschlafen. Wir müssen dann wieder diese Schlaf-Lern-Methode anwenden (3 Min. heulen-1 Min. trösten-etc.). Dann geht es wieder für einige Wochen gut. Auch Zähneputzen will er nur alleine. Wir ziehen dieses Ritual aber jeden Morgen und Abend durch. Ca. 1 x pro Woche dürfen wir ihm dann kurz die Zähne putzen. Unter Zwang möchte ich das nicht tun. Besonderes Idol ist für unseren Sohn der Papa. Leider kann dieser keinen Schritt mehr alleine tun. Unser Süßer beschäftigt sich wenig alleine. Könnte es ein Problem sein, dass ich an 2 Tagen die Woche arbeite , so dass er bei Tagesmutter und beiden Omas ist? Bitte um hilfreiche Tipps.


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, leider kann ich Ihnen nicht verhehlen, dass ich an der erziehrischen Vorgehensweise bei Ihrem Sohn einiges auszusetzen habe. Aber Sie sehen ja auch selbst, dass es so nicht geht. Jedenfalls entnehme ich das Ihrem Text und auch der Tatsache, dass Sie sich überhaupt an mich wenden. Aber wo jetzt anfangen? Schlafkonditionierung ist ein ganz falscher Weg. Schlafstörungen als deren konsequente Folge können Sie nur angehen, indem Sie das Gegenteil von dem tun, was Sie jetzt tun. Nehmen Sie Ihren Sohn zu sich ins Schlafzimmer, stellen Sie sein Bett vielleicht ans Fußende Ihrer Betten, und geben Sie ihm geduldig den Schnuller, bis er genau weiß, dass Sie da sind und zum ersten Mal durchschläft. Ein geduldiges Einschlafritual versteht sich von selbst. Die Zeit, die Sie jetzt investieren, zahlt sich später allemal aus. Der Vater ist in der Loslösungsphase für ein Kind nach der Mutter die zentrale Person. Darin enthalten ist aber auch ein Auftrag an ihn. Und den sollte er erfüllen. Lesen Sie dazu bitte im gezielten Suchlauf die Antworten unter "Loslösung". Das Zähneputzen können Sie weiter so in spielerischer Form durchziehen, mit der Zeit wird daraus automatisch eine Zahnpflege im eigentlichen Sinn. Viele Grüße


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