Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

reinsteigern

Frage: reinsteigern

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Hallo Herr Dr. Posth, Nachtrag zu letzter Woche: bei uns gibts schon Rituale, Regeln und auch Grenzen. Schade, dass sie nichts zum "ALlein im Bett" ohne Eltern geschrieben haben. Noch eine Frage: Unser Kleiner steigert sich richtig in Rage. Wenn er sich erschrickt oder wütend ist o.ä. dann schreit er nicht kurz und gut, sondern er steigert sich rein, bis er rot anläuft und kommt von allein gar nicht wieder runter. im KKH hatte er neulich nach dem Fieberkrampf immer wieder hoch Fieber, zu Hause war es sofort vorbei mit dem Fieber. Kann es sein, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen den Fieberkrämpfen und dem Reinsteigern? Letzteres ist auch der Krankengymnastin aufgefallen, dass es bei ihm sehr ausgeprägt ist. Wie gehen wir damit um? Vielen Dank für ihre Tipps, MuckelsMama


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Regelkonzept und Grenzsetzung Hallo, der Fieberkrampf und die hohe Impulsivität bei Ihrem Sohn, von der Sie berichten, haben nichts miteinander zu tun. Das eine ist eine neurophysiologische Veranlagung der Hirnzellen und das andere eine grundlegende Charaktereigenschaft. Dieser Charakter setzt sich in Alltagsangelegenheiten natürlich immer wieder durch und führt zu den extremen Steigerungen im Widerstandverhalten oder auch in der Empfindlichkeit jedweden Störungen gegenüber. Die interessantere Frage wäre die, wie geht man mit hoher Impulsivität bei seinem Kind um. Und da wären wir wieder beim Regelkonzept und bei den Fragen, was lasse ich als Mutter oder Vater zu und was nicht. Das Problem tut sich aber erst da auf, wo altbackene Ansichten zum Grenzen setzen auf besser formulierte Vorstellungen von einem gemeinsamen Erarbeiten von Regeln stoßen. Ein impulsives, aufbrausendes, schwer zügelbares Kind steigert sich am "Grenzen setzen" eher nur weiter hinein und peitscht sich geradezu auf; wohingegen das Regelkonzept auf das Kind leitend und stüzend einwirkt und den emotionalen Ausbruch abmildert. Die Regeln müssen aber im Vorhinein unter ruhigen Ausgangsbedingungen eingeübt werden. Das "Grenzensetzen" wiederum kommt meist erst dann zum Zuge, wenn die Emotionen schon hoch kochen. Dann aber nützt es nichts. Vielleicht helfen Ihnen diese kleinen Hinweise. Viele Grüße


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