Mitglied inaktiv
Lieber Herr Posth, vielleicht haben Sie ja einen Tipp für mich, auch wenn es die Entwicklung eher im weiteren Sinne betrifft: Es geht um Puppen. Wir achten bei Matilda (2 Jahre) sehr darauf, dass sie nicht zuviel Spielzeug hat und nur solches, mit dem sie lange spielt und dass ihre Fantasie nicht zu enge Grenzen setzt, also kein "Lernspielzeug", das irgendwelche Geräusche macht, sondern Bauklötze, Duplo, Bücher, ihren Stoffhund... Nun spielt sie sehr gerne mit Puppen, hat aber noch keine eigene. Sie hätte gerne eine Babypuppe mit Schnuller. Nun meine Frage: Ich finde die gängigen Platikpuppen recht hässlich, würde ihr lieber eine Waldorfpuppe schenken, ahne aber, dass sie eben ein "richtiges" Baby will. Sind sie der Meinung, dass Puppen ästhetisch sein sollen? Sind Stoffpuppen mit nur angedeutetem Gesicht nicht fantasieanregender? Oder kann ich dem Tildchen ohne schlechtes Gewissen so eine "Grinsepuppe" kaufen? Vielen Dank und freundliche Grüße, Maren und Matilda
Liebe Maren, es ist ein Problem mit dem Geschmack von Kindern. Oder um es anders auszudrücken, Kinder kennen keinen Geschmack. Sie sind geblendet von allem, was "grell" und überrealistisch ist. Also das genau Gegenteil von anthroposophisch reingewaschenem Spielzeug. Ich meine, je eher man sich als Eltern damit abfindet, desto besser ist es für die Beziehung zum eigenen Kind. Da soll nicht heißen, daß man jeden "Mist" den Kindern kauft. Aber man sollte allzu pädagogisch ausgerichtetes Spielzeug auch mit wunschgemäßem redlich mischen. Wenn Sie die begehrte Puppe Ihrer Tochter versagen, spielt sie bei Ihren Freundinnen erst recht genau mit solchen Kreationen der Spielzeugindustrie. Und das Mädchen, das solche Puppen ihr eigen nennen darf, ist auch bei Ihrer Tochter dann sehr begehrt. Entschuldigen Sie, daß ich so nüchtern antworte, im Prinzip verstehe ich Sie sehr gut. Viele Grüße
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