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Hallo Dr Posth! Mein Sohn hat seit einigen Monaten ein Problem beim Einschlafen. Er ist jetzt 30 Monate (korr. 26 Monate) alt und ca 12-14 Monate Entwickungsverzögert durch die Frühgeburt. Bis ca Juli diesen Jahres hatten wir nie Einschlafprobleme, wir haben immer dasselbe Einschlafritual eingehalten, ihn hingelegt und er ist recht schnell eingeschlafen und hat auch seit korr. 3 Monaten immer durchgeschlafen, meist sogar bis zu 14 Std zzgl Mittagsschlaf. Seit Juli ist es nun so, dass er sich NUR vom Papa zu Bett bringen lässt und auch begleitung bis in den Schlaf verlagt. Geht mein mann "vorzeitig" aus dem Zimmer wird sich sofort im Bett hingestellt und solange geweint bis der papa wiederkomt. Wir haben ihn bisher nie übermäßig (á la "jedes Kind soll schlafen lernen) schreien lassen weil ich eigentlich ein Gegner dieser methode bin. Dazu kommt, dass er nun jede nacht aufwacht und sich so lange nicht beruhigt, bis ich ihn dann mit in mein Bett nehme. Haben Sie Rat? Vielen Dank Saskia
Liebe Saskia, Ihr Sohn befindet sich jetzt in der Loslösungphase (s. gezielter Suchlauf). Wenn Sie die verzögerte Entwicklungszeit abrechen, kommen Sie auf gut 1 Jahr Reifealter. Wahrscheinlich deckt sich das auch mit der statomotorischen und feinmotorischen Entwicklung. Der Vater ist jetzt wichtiges Vorbild für die Entwicklung in Richtung Verselbständigung. D.h aber nicht, dass in ängstlichen oder traurigen Momenten die Suche nach der Mutter wieder einsetzt. Die Mutter ist und bleibt erst einmal sichere Basis (bis sie dann später auch der Vater ist). Das alles wird Ihrem Sohn jetzt irgendwie bewusst und der Fortschritt, den er dabei erlebt, erzeugt auch ein bisschen Angst. Daher im Augeblick die intensive Suche der Eltern in der Nacht. Sie dürfen ihn also ohne Vorbehalt mit zu sich ins Bett nehmen. Bleiben Sie aber bei dem Einschlafritual, das Sie jetzt haben. Viele Grüße
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