Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

nochmal zu KISS + Flaschenverweigerung

Frage: nochmal zu KISS + Flaschenverweigerung

Mitglied inaktiv

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Ich hatte ja einige Angaben vergesssen: Meine Tochter ist 5 Monate alt. Sie kann nur im liegen trinken, weil sie diese Haltung im Arm mit Schmerzen assoziiert, da wir sie so gefüttert haben, als sie nicht schlucken konnte bzw. ihr das weh tat durch dieses KISS (so wurde es uns von Krankengymnastin und Orthopäden begründet: durch diese Wirbelverknacksung war sie wie zugeschnürt am Hals und deswegen tat das Schlucken weh bzw. fiel es ihr sehr schwer.). Im Liegen trinkt sie, aber eben nur nach Schreien oder auch gar nicht. Im Arm schreit sie, sobald man sie nur dort hin legt, sofort, auch ohne Flasche. Mir scheint, sie hat Panik vor dieser Beugehaltung, da sie SOFORT überstreckt. Mittags bekommt sie jetzt Brei, was aber schleppend vorangeht (mehr als ein paar Löffel will sie nicht). Außerdem bekommt sie abgekochtes Wasser aus einer Flasche (woraus es auch Milch gibt, nur mit einem anderen Sauger), und das trinkt sie ohne Probleme und auch gern. Vielen Dank für ihre Mühe!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, auch mit diesen Ergänzungen bleibt mir das ganze Geschehen unklar. Normalerweise gibt es keine Störung im Kopfgelenk, die ein Trinken in halbaufrechter Position erschwert oder verhindert. Man kann den Verdacht nicht los werden, daß erst durch die Manipulation an der Halswirbelsäule die schmerhaften Reaktion bei halbaufrechter Normalposition zum Trinken erzeugt worden ist. Durch die Schmerzkonditionierung ist nun eine Situation entstanden, daß ein Trinken aus der Flasche nur noch im Liegen funktioniert. Das aber macht das Trinken der sämigen Milch schwierig, bei Wasser geht es einfacher. Gedeiht Ihre Tochter den noch normal? Entwickelt sie sich motorisch normal? Ich möchte Ihnen raten, die ganze Situation noch einmal von Ihrem KiA/KiÄ begutachten zu lassen und sich bei einem anderen Orthopäden alternativen Rat zu holen. Die Ergebnisse können sie mir dann wieder mitteilen, und ich helfe Ihnen gerne weiter. Viele Grüße


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