Mitglied inaktiv
Hallo Dr.Posth, meine Tochter weint nachts, wenn sie aufwacht, und ich gehe dann sofort zu ihr (sie schläft seit 1 Jahr in ihrem eigenen Zimmer, war 2 Jahre neben uns). Wenn ich bei ihr bin, merke ich aber meist, daß sie eigentlich "nur" aufgewacht ist. Ich decke sie dann erneut zu, wünsche ihr eine gute Nacht und gebe ihr einen Schluck Wasser, dann ist es auch wieder ok. Seit 1/2 Jahr schläft unser 2.Kind bei uns, aber ihr Verhlten war auch vorher schon so, obwohl sie natürlich schon jetzt die einzige ist, die alleine schläft. Zu uns holen kann ich sie aber nicht, weil mein Mann einen streßigen Job hat. Der emfindet das nächtliche Rufen und Weinen als Schikane und würde es ihr gerne abgewöhnen. Wie finden Sie, daß wir uns am besten verhalten sollten? Danke für Ihre Hilfe Cornelia
Liebe Cornelia, schikanieren wollen Kinder ihre Eltern grundsätzlich nie. Kinder kennen solche Gefühle und Bedürfnisse überhaupt nicht. Das nächtliche Erwachen ist ein natürlicher Vorgang jedes Menschen und wird von guten Schläfern nur nicht bemerkt. Kinder, die sich ängstigen, rufen aber sofort nach ihre Eltern. Da ist es ganz wichtig, daß man auch hingeht und seinem Kind die Gewißheit gibt, nicht verlassen worden zu sein. Wie ich heraus höre, haben Sie ihre ältere Tochter ausquartiert, als die/der kleine Schwester/Bruder geboren worden ist. So etwas sollte man nie tun. Es ist dann immer der ungünstigste Zeitpunkt dafür. Wenn Eltern stressige Jobs oder Zeiten haben, ist es immer besser, man teilt sich die Nächte für die Kinderbetreuung und gibt dem Anderen die Möglichkeit einmal ruhig durchzuschlafen. Man ist überhaupt über sich selbst erstaunt, zu wieviel Leistung man fähig ist, auch wenn man in der Nacht einmal geweckt wird. Als Arzt lebt man oft jahrelang mit diesem Zustand (das nur nebenbei). Viele Grüße
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