Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unsere Tochter ist knapp 22 Wochen alt, macht auf kognitiver Ebene einen guten Eindruck, ist von Geburt an aufmerksam, neugierig und will mehr als sie kann. Im Moment ist es das sitzen, was ihr mit Bauchmuskulatur nicht gelingt. Ich lege sie täglich auf den Bauch und jedes Mal gibt es ein fürchterliches Gebrüll und Geheule, endet mit ihren beiden Fäusten im Mund und meiner Inkonsequenz, ich drehe sie um und tröste sie. Sie kann den Kopf hochheben, halten (bei U4 – vorbildlich, mit breitem Grinsen) und sich auf die Unterarme bis zu 5 Min. stützen, sie sieht nur keinen Nutzen. Wie kann ich sie motivieren? Soweit der Stand, den ich Ihnen letzte Woche senden wollte. Mittlerweile hat sie den Bogen raus und dreht sich innerhalb von Sekunden auf den Rücken, was ganz toll ist, sie aber nicht auf dem Bauch verweilen lässt. Häufigere Versuche bringen sie nur schneller zum Drehen. Darf ich ihr meine Freude zeige? Wie findet sie selbst Freude? Danke!! Emica
Liebe Emica, die Bauchlage ist für den Säugling aus verschiedenen Gründen nützlich, aber im Endeffekt wenig attraktiv. Die jetzt zum Greifen eingesetzten Hände sind in der Ellenbogenstützposition weitgehend blockiert, das Gesicht überwiegend der Unterlage zugewandt. Wenn die Säuglinge so kein Spielzeug vorfinden und auch sonst keine Abwechslung geboten ist, werden sie schnell unzufrieden. 5 Minuten sind schon ziemlich lang. Aber das Problem erledigt sich sofort, wenn das Drehen anfängt. Viele Grüße
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